Grundsätzlich sei die Stimmung an den Märkten weiter von Vorsicht geprägt, heisst es im Handel, wobei vor allem die Themen Künstliche Intelligenz, Zinsen und Nahost-Konflikt als Belastungsfaktoren gelten. «Die Börsen zweifeln dabei weniger am Potenzial von KI, sondern an den enormen Kosten ihrer Finanzierung», sagte ein Händler. Gleichzeitig würden steigende Zinsen und die Spannungen im Nahen Osten für Nervosität sorgen.

Diese Woche kommt noch ein weiteres Unsicherheitselement dazu. So wird die US-Notenbank Fed am Mittwochabend ihren nächsten Zinsentscheid bekannt geben, am Donnerstag folgt dann die EZB.

Pharma im Fokus

Der SMI gewinnt gegen 09.15 Uhr 0,22 Prozent auf 14'494,37 Punkte. Dabei stehen sich 12 Gewinner und acht Verlierer gegenüber. Der Mid-Cap-Index SMIM avanciert um 0,14 Prozent auf 3161,00 Punkte und der breite SPI um 0,19 Prozent auf 20'427,13 Punkte.

Relativ grosse Bewegungen in unterschiedliche Richtungen gibt es im frühen Handel bei den grossen Pharmawerten Roche (PS +1,6 Prozent)) und Novartis (-0,6 Prozent). Bei Roche werden vor allem positive Daten für das Medikament Divarasib im Bereich Lungenkrebs ins Feld geführt, aber auch weitere Daten etwa mit Sefaxersen gegen die chronische Nierenkrankheit IgA-Nephropathie.

Novartis hat derweil durchzogene Detaildaten für seinen MS-Hoffnungsträger Remibrutinib vorgestellt. Bei der Schubreduktion verfehlte das Mittel die Erwartungen, überzeugt aber bei der Verlangsamung der Behinderung und mit geringen Nebenwirkungen. Diese Daten werden wiederum für Roche als positiv bewertet, der Konzern ist dort mit dem Medikament Fenebrutinib in diesem Bereich unterwegs. Novartis wird ausserdem am (morgigen) Dienstag Quartalszahlen präsentieren.

Dies gilt auch für Logitech (-3,0 Prozent), allerdings erst nachbörslich. Die Papiere des Technologiekonzerns sind aktuell grösster SMI-Verlier, hatten davor allerdings in den letzten vier Wochen fast 9 Prozent gewonnen. Zahlen wird es diese Woche auch von Sandoz (+1,7 Prozent), Amrize (+0,7 Prozent) und UBS (+0,6 Prozent) geben. Am heutigen Montag startet die Wirtschafskommission des Nationalrats (WAK-N) ihre Beratungen über das Bankengesetz bzw. die notwenige Eigenkapitalausstattung.

Im breiten Markt legen Idorsia (+3,1 Prozent) deutlich zu. Das Pharmaunternehmen will sein Schlafmittel Quviviq künftig auch als mögliche Behandlung von Autismus-Spektrum-Störungen untersuchen.

Aryzta (+1,3 Prozent) hat derweil den Abbau von rund 600 Stellen in Deutschland bekannt gegeben.

uh/rw

(AWP)