Die aktuelle leichte Gegenbewegung erklären sich Händler mit einem sich stabilisierenden Ölpreis und leicht positiven US-Vorgaben. So haben am Vorabend an der Wall Street der breite Dow Jones und die techlastige Nasdaq nach dem europäischem Handelsschluss ihre Verluste etwas eingegrenzt. Und der Ölpreis notiert zwar weiterhin über der Marke von 100 US-Dollar, ist in der Nacht aber immerhin nicht noch weiter hochgeschnellt.

Eine klarere Gegenbewegung verhindert derzeit laut Börsianern die Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die am frühen Nachmittag ansteht - und in deren Vorfeld sich viele Investoren zurückhalten. Angesichts der hartnäckigen Inflation wird am Markt überwiegend mit einer Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte gerechnet. Besonders interessieren nun Aussagen zum künftigen Zinspfad.

Novartis etwas erholt

Der SMI legt gegen 09.15 Uhr um 0,24 Prozent auf 13'837,79 Punkte zu. Der Mid-Cap-Index SMIM gewinnt 0,38 Prozent auf 3056,55 und der breite SPI 0,22 Prozent auf 19'553,46 Zähler.

14 der 20 SMI-Titeln verbuchen Gewinne. Am deutlichsten aufwärts geht es mit den defensiven Swisscom (+1,2 Prozent), die als einzige um mehr als 1 Prozent anziehen.

Dahinter erzielen Swiss Re (+1,0 Prozent) und Novartis (+0,8 Prozent) die grössten Avancen. Das Pharmaschwergewicht bestätigt damit die Bodenbildung vom Vortag, als es nach dem Kurssturz vom Montag und Dienstag nach Studienmisserfolgen nur noch um 0,1 Prozent abwärts gegangen war.

Auf der anderen Seite geht es mit Alcon (-2,4 Prozent) und Givaudan (-1,2 Prozent) am stärksten bergab.

Am breiten Markt sorgen Analysteneinschätzungen für Bewegung. So ziehen Adecco (+1,4 Prozent), Bachem (+2,9 Prozent) und Galderma (+1,5 Prozent) nach positiven Kommentaren etwas stärker an.

Hingegen tauchen die BZV-Papiere (-5,2 Prozent) nach der Vorlage der Halbjahreszahlen.

rw/ra

(AWP)