Der Fokus der Märkte dürfte sich nun weg von den Midterms und wieder hin zur laufenden Berichtssaison sowie zu Konjunkturdaten verschieben. Während hierzulande der Blick auf Swiss Re und Swisscom liegt, dürften international eher Daten für Bewegung sorgen. So werden neben der Zinsentscheidung der Bank of England insbesondere die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe beachtet. Denn am morgigen Freitag steht mit dem US-Jobbericht der konjunkturelle Höhepunkt der Woche an.
Rekord zum Handelsstart übertroffen
Der SMI gewinnt bis um 09.15 Uhr 0,27 Prozent auf 15'063,93 Punkte und übertrifft damit seinen gestrigen Rekord schon zum Handelsstart. Es gibt nur drei Verlierer im Leitindex. Der Mid-Cap-Index SMIM legt um 0,62 Prozent auf 3289,65 Punkte zu und der breite SPI 0,34 Prozent auf 21'228,62 Punkte.
Die Aktien der Swiss Re (+0,6 Prozent) halten sich nach Zahlen im Mittelfeld. Der Rückversicherer hatte überraschend einen höheren Gewinn vorgelegt und sieht sich zudem auf Kurs mit den Jahreszielen. Der Preisdruck in der Schaden-Rückversicherung sei aber nicht mehr zu verleugnen, so Analysten.
Die Indexspitze teilen sich Sika (+2,9 Prozent) und Richemont (+3,1 Prozent).
Am SMI-Ende rangieren derweil ABB (-1,7 Prozent). Die chinesischen Behörden haben den geplanten Verkauf der Robotiksparte an den japanischen Technologiekonzern Softbank blockiert. Damit ist die milliardenschwere Transaktion gefährdet. Die beiden anderen Verlierer im SMI sind Roche (-0,9 Prozent) und Novartis (-0,1 Prozent).
Das Ergebnis der Swisscom (+0,9 Prozent), die zum SMIM zählen, kommt recht gut an. Der Telekomriese hat trotz Umsatzrückgang mehr verdient, die Analystenerwartungen beim Ergebnis allerdings knapp verfehlt. Dafür wurde der Ausblick teils erhöht.
Deutlich unter Druck stehen Kühne+Nagel (-2,9 Prozent) nach Zahlen des deutschen Konkurrenten DHL. Dafür springen Tecan (+5,5 Prozent) nach einer erhöhten Prognose an.
dm/rw
(AWP)
