«Damit müssen sich die Anleger weiterhin zwischen zwei Opportunitäten an den Finanzmärkten entscheiden. Auf der einen Seite die KI- und Halbleiterunternehmen mit ihren Billionenbewertungen, auf der anderen Seite Staatsanleihen mit immer attraktiveren Renditen», fasst der Börsianer den aktuellen Spagat für Investoren zusammen. «Mehr als fünf Prozent bei zehnjährigen Staatsanleihen werden zunehmend zur echten Anlagealternative.» Noch gewinne die KI-Euphorie diesen Zweikampf. Je attraktiver die Renditen am Anleihemarkt aber würden, desto höher liege die Messlatte für weitere Kurssteigerungen bei Aktien.

SMI mit Auftaktgewinnen erwartet

Der SMI gewinnt gegen 09.20 Uhr um 1,12 Prozent hinzu auf 13'856,82 Punkte. Von den 20 Einzelwerten setzen lediglich Logitech ihren Abwärtstrend vom Vortag fort. Alle übrigen Titel ziehen teilweise kräftig an. Der Mid-Cap-Index SMIM legt um 0,52 Prozent auf 3078,49 Punkte zu und der breite SPI gewinnt 1,05 Prozent auf 19'661,37 Zähler.

Mit Kursgewinnen zwischen 2,8 und 1,6 Prozent führen mit Lonza, Roche, Novartis, Galderma und Sandoz lauter Vertreter der Gesundheitsbranche das Gewinnerfeld an. Vor allem die beiden Schwergewichte sorgen dabei für den nötigen SMI-Schub.

Logitech (-0,5 Prozent) geben derweil gegen den Trend nach. Bereits am Vortag waren sie dem Markt hinterhergelaufen.

Für Gesprächsstoff sorgen Partners Group (+0,9 Prozent). Der Privatmarktanbieter steht vor der Auflösung eines an der Londoner Börse kotierten Private Equity Fonds. Zuvor hatten sich rund drei Viertel der Investoren des «Partners Group Private Equity Limited» (PGPE) für einen Ausstieg aus dem Fonds ausgesprochen.

Im SMIM wiederum fallen Schindler mit Abgaben von 0,5 Prozent auf. Hier verweisen Händler auf Spekulationen um ein Kaufinteresse aus Japan am europäischen Geschäft von TK Elevator.

hr/uh

(AWP)