Die sinkende Inflation hatte zuletzt denn auch die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen im kommenden Jahr befeuert. «Allerdings darf man nicht vergessen, dass es in diesem Jahr bereits mehrere solche Meinungs-Umschwünge geben hat», warnen Marktteilnehmer. Deshalb bleibe die Unsicherheit über die weitere Marktentwicklung recht hoch. Entscheidend für den weiteren Lauf des Marktes werden die in dieser Woche anstehenden US-Arbeitsmarktdaten sein.

Der Leitindex SMI gewinnt gegen 09.15 Uhr 0,45 Prozent hinzu auf 10'936,29 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI rückt um 0,18 Prozent vor auf 1723,36 und der breite SPI um 0,33 Prozent auf 14'309,40 Punkte. Im SLI halten sich Gewinner und Verlierer die Waage.

Getragen wird der Markt vor allem durch die drei Schwergewichte. Roche GS sind mit +1,8 Prozent Spitzenreiter. Der Pharmakonzern hat am Morgen eine Milliarden-Übernahme in den USA angekündigt. Mit dem Kauf eines privaten US-Unternehmens steigt der Basler Konzern in den Milliarden-Markt gegen Fettleibigkeit und Diabetes ein. Novartis (+0,8 Prozent) und Nestlé (+0,6 Prozent) tragen zu dem freundlichen Gesamtbild bei.

Dagegen leiden Lonza (-1,8 Prozent) laut Händlern unter Nachrichten aus China. Dort brechen die Aktien des Branchenkollegen WuXi Biologics nach einem enttäuschenden Ausblick um ein Viertel ein. Der im kommenden Jahr anstehende Chefwechsel beim Versicherer Swiss Life (-1,4 Prozent) sorgt auch zunächst für tiefere Kurse.

hr/uh

(AWP)