«Damit dürften die zuletzt am Markt aufgekommenen Spekulationen über einen weicheren geldpolitischen Kurs zunächst vom Tisch sein», heisst es in einem Kommentar von CMC Markets. Die US-Notenbank habe deutlich gemacht, dass sie die Inflation weiterhin als grösste Herausforderung betrachte. Dabei könne sie sich auf einen robusten Arbeitsmarkt und einen soliden Konsum in den USA verlassen, heisst es in dem Beitrag weiter. Allerdings liege genau darin auch das Risiko für die kommenden Monate. «Je länger die Inflation hoch bleibt, desto länger muss die Fed die geldpolitischen Zügel straff halten - und desto grösser werden die Risiken für die Konjunktur.»
Etwas Unterstützung kommt am Handelstag auch von den rückläufigen Energiepreisen. Die Ankündigung Saudi-Arabiens, Öl über den Oman zu exportieren, nimmt etwas Druck aus dem Rohölmarkt und damit zumindest kurzfristig auch aus der Inflationsdebatte.
Der SMI gewinnt gegen 09.20 Uhr 0,29 Prozent hinzu auf 13'909,01 Punkte. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 1,00 Prozent auf 3050,74 Punkte und der breite SPI um 0,41 Prozent auf 19'637,74 Zähler.
Erneut besetzen ABB (+1,2 Prozent) die Poleposition im SMI. Es folgen Logitech, Kühne+Nagel und Novartis mit Avancen von bis zu 1,1 Prozent.
Die bislang übersichtliche Verlierer-Liste führen Roche mit -0,8 Prozent an. Dem Studienerfolg vom Morgen wird am Markt kaum Gewicht verliehen. Auch Alcon, Amrize und Givaudan weisen negative Vorzeichen auf.
Im Gespräch dürfte im Tagesverlauf die UBS (+0,2 Prozent) bleiben. Der Ständerat befasst sich am heutigen Donnerstag mit Lehren aus dem CS-Debakel. Er entscheidet über die umstrittenen künftigen Eigenkapitalregeln für systemrelevante Banken mit Auslandsbeteiligungen.
Zu den grössten Gewinnern im SMIM zählen derweil die Aktien von Helvea Baloise (+3,6 Prozent). Der Versicherer hat Halbjahreszahlen vorgelegt, die laut Vontobel klar über den durchschnittlichen Markterwartungen lagen. Auch bei den Synergien habe die zusammengeschlossene Gruppe stark abgeschnitten.
In den hinteren Reichen stechen derweil Rieter (-12 Prozent) hervor. Die UBS hat bei dem Industrieunternehmen die Reissleine gezogen und empfiehlt die Papiere neu zum Verkauf.
hr/to
(AWP)
