Das Marktumfeld bleibt von zunehmenden geopolitischen und handelspolitischen Unsicherheiten geprägt. Neben dem Nahost-Konflikt sorgen insbesondere die verschärften US-Drohungen gegen Handelspartner des Irans für Nervosität. Washington stellt Sekundärsanktionen und einen möglichen Ausschluss aus dem US-Dollar-System in Aussicht. «Entscheidend ist nun, welche Kollateralschäden die neuen Sekundärsanktionen verursachen», sagte ein Marktbeobachter.

Im weiteren Wochenverlauf dürften vor allem die Quartalszahlen von Nvidia am Mittwochabend sowie das Notenbanktreffen in Jackson Hole zum Wochenende die Richtung vorgeben. Von dort erhoffen sich die Anleger neue Hinweise auf die US-Geldpolitik.

Ölpreis kommt etwas zurück

Der Ölpreis kommt derweil etwas zurück, bleibt angesichts der Unsicherheit rund um den Nahost-Konflikt aber auf erhöhtem Niveau. Ein Fass der Sorte Brent kostet am Dienstagmorgen mit gut 91 US-Dollar etwas weniger als am Vortag.

Der SMI steht um 09.15 Uhr 0,15 Prozent höher bei 14'468,74 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 0,28 Prozent auf 3170,30 Punkte, der breite SPI um 0,12 Prozent auf 20'336,61 Punkte. Auch andere europäische Börsen wie der Dax und der CAC 40 notieren im Plus.

Im SMI stehen derzeit 13 Gewinner sieben Verlierern gegenüber. An der Spitze liegen Logitech (+1,7 Prozent). Auch ABB (+1,0 Prozent) erholen sich deutlich von den Verlusten des Vortags. Grösster Verlierer unter den Blue Chips ist Amrize (-1,6 Prozent) nach dem überraschenden Abgang des Finanzchefs. Auch Nestlé (-0,4 Prozent) tendieren leichter.

Berichtsaison mit Impulsen

In den hinteren Reihen rücken Swissquote (+2,3 Prozent) deutlich vor. Die Onlinebank profitiert von den weiter steigenden Preisen am Kryptomarkt. Auch Halbleiterwerte wie VAT, AMS Osram und Inficon legen im Vorfeld der Nvidia-Zahlen überdurchschnittlich zu.

Von Halbjahreszahlen beflügelt werden TX Group (+5,3 Prozent) und SMG (+7,0 Prozent). Auch die Titel der Genfer Kantonalbank (+5,0 Prozent) ziehen nach einem markanten Gewinnanstieg im ersten Semester an.

In die andere Richtung geht es für Arbonia (-7,2 Prozent). Das Unternehmen hat wegen Problemen bei einer Software-Einführung die EBITDA-Guidance gesenkt. DKSH (-4,7 Prozent) geben nach einer Rückstufung durch Berenberg ebenfalls deutlich nach.

an/uh

(AWP)