«Die Demokraten gewinnen die Kontrolle über den Kongress zurück, aber nicht über die wichtigsten wirtschaftlichen Hebel», kommentiert Oddo BHF den Ausgang der Wahlen und die gemässigte Reaktion der Märkte. Insgesamt stelle dieses Wahlergebnis eher einen Wandel der Regierungsführung als einen Wechsel des wirtschaftlichen Regimes dar. Für Investoren könne der Kongress zwar bestimmte Entscheidungen verlangsamen, doch die Exekutive behalte die wichtigsten Hebel für Wirtschaft und Finanzmärkte in der Hand. Der Präsident behalte sein Vetorecht und steuere weiterhin die Handels-, Regulierungs-, Zoll- oder Aussenpolitik. «Die Investoren betrachten das Ergebnis somit eher als politisches Ereignis denn als wirtschaftlichen Schock.»

Ölpreise ziehen auf «moderatem» Niveau etwas an

Die Ölpreise haben im frühen Handel etwas angezogen. So kostet das Fass der Nordseesorte Brent derzeit knapp 104 US-Dollar. Die Befürchtungen um eine neue Eskalation im Nahost-Konflikt schweben weiter wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Dennoch hat sich das Preisniveau des Öls im Vergleich zur letzten Oktoberwoche, als noch Preise zwischen 115 und 118 Dollar bezahlt wurden, deutlich reduziert.

Der SMI verliert bis um 09.15 Uhr 0,07 Prozent auf 14'732,87 Punkte. Je die Hälfte der SMI-Wert steht dabei in der Gewinn-, bzw. in der Verlustzone. Der Mid-Cap-Index SMIM büsst 0,55 Prozent auf 3206,60 Punkte ein und der breite SPI 0,12 Prozent auf 20'772,51 Punkte. Andere europäische Indizes, etwa in Frankfurt oder in London legen dagegen etwas zu.

Die grössten Verluste verzeichnen aktuell Amrize (-0,9 Prozent) und Alcon (-0,8 Prozent).

Defensive als Bremsklötze

Keinen Bonus geniessen defensive Titel wie Swiss Re (-0,8 Prozent), Roche (-0,6 Prozent) oder Nestlé (-0,5 Prozent). Auch Novartis (-0,2 Prozent) fallen moderat zurück. Bei den Pharmawerten könnte die Aussicht auf eine stärkere demokratische Kontrolle der Medikamentenpreise das Sentiment etwas belasten, heisst es in Marktkreisen.

Guten Gewinn zeigen dagegen UBS (+1,8 Prozent) oder Holcim (+1,4 Prozent).

Im breiten Markt stehen Barry Callebaut (-1,6 Prozent) nach Jahres- und vor allem DSM Firmenich (-6,1 Prozent) nach Quartalszahlen unter Druck. Dagegen ziehen R&S (2,3 Prozent) anlässlich eines Investorentages mit der Bestätigung der Mittelfristziele klar an.

cf/hr

(AWP)