Der Fokus liegt nun bereits auf der am Abend anstehenden Fed-Zinsentscheidung, die EZB folgt am morgigen Donnerstag. Zinsänderungen dürfte es nicht geben, umso wichtiger werden die begleitenden Kommentare. Nach US-Börsenschluss rücken dann mit Zahlen von Microsoft und Alphabet zwei weitere Tech-Grössen in den Mittelpunkt. «Enttäuschen die Ausblicke, kann die KI-Rallye ganz schnell wieder in Frage gestellt werden», so ein Börsianer.
Logitech SMI-Schlusslicht, UBS auch schwach
Der Leitindex SMI verliert gegen 10.50 Uhr 0,34 Prozent auf 14'548,01 Punkte. Die Verlierern sind klar in der Überzahl. Der Mid-Cap-Index SMIM gibt um 0,38 Prozent auf 3182,49 Zähler und der breite SPI um 0,32 Prozent auf 20'534,52 Punkte nach.
Zahlreiche Bluechips gaben einen Zwischenbericht ab. Die Zahlen von Logitech (-10,7 Prozent) schickten die Aktie ans SMI-Ende. Zwar fielen die Ergebnisse besser aus, der Ausblick auf das wichtige Weihnachtsquartal schmeckt allerdings nicht allen. Das sorgte laut Händlern für Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Erholungsbewegung.
Auch die Grossbank UBS (-2,0 Prozent) konnte mit den Quartalsergebnissen nicht punkten - erstmals seit längerem wurden die Schätzungen nicht übertroffen. Zudem bleibt die Regulierungsdiskussion eine Belastung für die Aktie.
Abwärts ging es auch für den SMI-Neuling Sandoz (-1,3 Prozent), die frühen Verluste wurden aber immerhin eingedämmt. Der Generika- und Biosimilarhersteller hat die Umsatzerwartungen leicht verfehlt und das Jahresziel wurde auf das untere Ende der Spanne eingegrenzt.
Givaudan (-0,9 Prozent) wurden für einen verhaltenen Ausblick des deutschen Konkurrenten Symrise in Sippenhaft genommen. Auch DSM-Firmenich (-2,3 Prozent) geben daher nach.
Derweil halten sich die Titel von Novartis (+1,0 Prozent) am oberen Ende des Kurszettels. Für den Pharmakonzern erhöhen zahlreiche Häuser nach den Zahlen vom Vortag ihre Kursziele. Unter den wenigen Gewinnern sind noch ABB (+1,0 Prozent), Partners Group (+1,1 Prozent) oder Galderma (+0,8 Prozent) zu finden.
Gemischte Bilanz für zweite Reihe
Auch von mittleren Unternehmen kamen einige Zwischenberichte. Straumann (-2,5 Prozent) hatten zwar etwas besser als erwartet abgeschnitten, mit einem lediglich bestätigten Ausblick aber auch nicht positiv überrascht.
Auf Rieter (-0,9 Prozent) lastet der gesenkte Jahresausblick, während Temenos (+1,2 Prozent) und Dormakaba (+3,2 Prozent) nach Zahlen zulegen.
Derweil stehen Tech-Werte einmal mehr im Blick. Einerseits legte SK Hynix ein Rekordquartal hin, andererseits stehen am Abend US-Vertreter der Branche im Fokus. Vor diesem Hintergrund gewinnen AMS Osram (+2,4 Prozent), aber auch Comet (+2,2 Prozent) hinzu. Inficon (-0,1 Prozent) konsolidieren derweil einen Teil ihre massiven Vortagsgewinne in Reaktion auf die starken Zahlen.
Zusätzlich zu den vielen Ergebnissen sorgen Analystenkommentare für Bewegung in Einzeltiteln. Allen voran profitieren Jungfraubahn (+7,9 Prozent) von einer Ersteinstufung mit «Buy» durch Berenberg. Ems-Chemie (-1,4 Prozent) müssen nach der Abstufung durch Oddo am Vortag nun eine weitere durch die UBS auf «Neutral» verdauen.
dm/ra
(AWP)
