Auch das Treffen zwischen Trump und Chinas Staatschef Xi rücke in diesem Zusammenhang verstärkt in den Fokus, da es neben den Handelsbeziehungen zunehmend auch um die Geopolitik gehen dürfte. «Insgesamt sind die Vorschusslorbeeren der Investoren auf einen Sieg der Diplomatie gross - nun müssen konkrete Fortschritte geliefert werden», sagte ein Börsianer. Im Tagesverlauf rücken noch Einkaufsmanagerindizes aus den USA in den Blick, bevor dann am morgigen Donnerstag der SNB-Zinsentscheid hierzulande den Höhepunkt der Woche markiert.

SMI prallt von 14'000-Punkte-Marke ab

Der SMI gewinnt gegen 10.50 Uhr noch magere 0,02 Prozent auf 13'956,86 Punkte. Das bisherige Tageshoch lag mit 14'031 Zählern leicht über der vielbeachteten Marke. Mittlerweile sind die Verlierer in der Überzahl. Der Mid-Cap-Index SMIM fällt derweil um 0,47 Prozent auf 3'3122,94 Punkte zurück, während der breite SPI um 0,03 Prozent auf 19'797,53 Punkte nachgibt.

Im Blick bleibt die UBS (+1,1 Prozent). Der Ständerat hat für systemrelevante Grossbanken strengere Eigenmittel-Regeln beschlossen. Die Banken müssen Auslandstöchter künftig mit 90 Prozent hartem Kernkapital (CET1) unterlegen. Die UBS und mehrere grosse Wirtschaftsverbände hätten den von der Mehrheit entworfenen, unterlegenen Kompromiss bevorzugt. Nun ist der Nationalrat am Zug.

Roche (-0,3 Prozent) kommen derweil nicht vom Fleck. Der Pharmakonzern hat positive Studiendaten zum Wirkstoffkandidaten Sefaxersen vorgelegt. Bereits am Vortag vermochten positive Forschungsdaten den Kurs nicht anzuschieben.

Das Verliererfeld im SMI ist bunt gemischt. So geben Swiss Life (-0,9 Prozent) nach, auch die Branchenkollegen Zurich (-0,1 Prozent) fallen etwas zurück. Mit Sika (-0,9 Prozent) und Geberit (-0,5 Prozent) sind Vertreter des Bausektors schwach. Dazwischen rangieren Partners Group (-0,4 Prozent) sowie die SMI-Neulinge Sandoz und Galderma (je -0,8 Prozent).

Techwerte gefragt

Neben Logitech (+0,8 Prozent) stechen Tech-Werte besonders in der zweiten Reihe heraus. Zu den positiven Vorgaben von der Nasdaq gesellen sich bei AMS Osram (+4,2 Prozent) und VAT (+1,4 Prozent) positive Analystenkommentare.

Kräftige Gewinne verbuchen auch EFG International (+4,8 Prozent). Rückenwind gibt die Beilegung eines langjährigen Rechtsstreits mit der kuwaitischen Public Institution for Social Security (PIFSS). Der Rechtsstreit habe auf der Aktie gelastet, während die zusätzlichen Kosten von 5 Millionen als vernachlässigbar eingestuft werden, fasst es die ZKB zusammen.

Peach Property (+3,3 Prozent) steigen nach endgültigen Halbjahreszahlen. Das Immobilienunternehmen weist zwar nach wie vor einen Verlust aus, dieser wurde aber deutlich eingedämmt und auch der Ausblick wurde bestätigt.

Klar abwärts geht es für DocMorris (-3,2 Prozent). Eine Gerichtsverhandlung in Deutschland ist hier aktuell von Interesse. Das Landgericht Karlsruhe beschäftigt sich mit der Versandapotheke dm-med der Drogeriemarktkette dm.

dm/hr

(AWP)