Die Märkte sind derzeit stark von den Nachrichten aus dem Nahen Osten und den Energiepreisen abhängig. Noch zum Wochenauftakt hatte sich die Stimmung mit sinkenden Ölpreisen und neuer Zuversicht rund um das KI-Thema aufgehellt. Neue Kämpfe im Jemen und ein zwischenzeitlicher Anstieg des Ölpreises sorgten am Dienstag dann wieder für Verunsicherung. «Der Ölpreis bleibt derzeit das wichtigste Stimmungsbarometer für die Aktienmärkte», sagt ein Marktbeobachter.
Aktuell notiert Brent zum Vortag rund 0,6 Prozent tiefer bei 98,95 Dollar und damit wieder unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar je Fass. Der Markt gehe von einer Phase mit einer sich verschlechternden Versorgungslage in eine Phase über, in der das Schlimmste der Verknappung möglicherweise vorüber sei, heisst es in einem Kommentar. Die Voraussetzungen für einen anhaltenden Abwärtstrend seien aber noch nicht gegeben.
SMI leicht im Plus
Der SMI gewinnt gegen 11.00 Uhr 0,08 Prozent auf 13'967,17 Punkte. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 0,7 Prozent auf 3120,24 Punkte und der breite SPI um 0,20 Prozent auf 19'798,875 Zähler. Auch an den übrigen europäischen Börsen ging es nach anfänglichen Verlusten wieder nach oben.
An der Spitze der Blue Chips stehen Logitech (+2,7 Prozent), die an ihre Vortagesgewinne anknüpfen. Auch Givaudan (+1,7 Prozent) setzen ihre positive Entwicklung fort. Weiter erholen sich Geberit (+2,0 Prozent) vom Rückschlag des Vortages.
Finanzwerte im Fokus
Finanzwerte bleiben weiterhin im Blick. Grösster Verlierer im SMI sind UBS (-1,7 Prozent). Zwischenzeitlich waren die Titel am Dienstag um fast 4 Prozent abgerutscht. Die Grossbank dürfte in dieser Woche angesichts der anstehenden politischen Debatte über die künftige Regulierung weiter im Fokus stehen. Auch Zurich (-1,0 Prozent) und Swiss Re zeigen (-0,7 Prozent) sich schwächer und leiden unter der insgesamt verhaltenen Stimmung im Finanzsektor.
Erneut nach oben geht es für den am Montag aus dem SMI herausgefallenen Logistiker Kühne+Nagel (+1,4 Prozent) Rückenwind liefert weiterhin die am Vortag bekanntgegebene langfristige strategische Zusammenarbeit mit Amazon. Die Titel notieren damit auf dem höchsten Stand seit rund zwei Jahren.
Technologiewerte weiter gesucht
Deutlich im Plus notieren zudem mehrere Technologiewerte wie Comet, Inficon und VAT, mit Zugewinnen von bis zu 2 Prozent. AMS Osram geben nach dem kräftigen Kursanstieg vom Vortag (+23 Prozent) dagegen etwas nach.
Bei SGS (+1,2 Prozent) macht sich derweil der Kapitalmarkt des Konkurrenten Bureau Veritas bemerkbar. Dieser hatte vor seinem Investorentag die Umsatzziele für 2027 und 2028 angehoben und eine stärkere M&A-Aktivität angekündigt.
In den hinteren Reihen steigen Oerlikon (+3,7 Prozent) nach einer Kaufempfehlung von Kepler auf ein Mehrjahreshoch. Dagegen geben Burckhardt Compression (-2,1 Prozent) nach einer Kurszielsenkung durch UBS nach.
Nicht gut kommen unterdessen die Halbjahreszahlen von Newron (-4,8 Prozent) an.
an/hr
(AWP)
