Vor den Ergebnissen stehen am Nachmittag ohnehin zunächst eine Reihe von US-Konjunkturdaten auf der Agenda. Von diesen interessiert der PCE-Preisindex als bevorzugtes Inflationsmass der US-Notenbank Fed besonders. Im weiteren Wochenverlauf rückt dann das Notenbankertreffen in Jackson Hole in den Mittelpunkt. Davon erhoffen sich Anleger insbesondere geldpolitische Hinweise von Fed-Chef Kevin Warsh.

SMI kurz wieder über 14'600 Punkten

Der SMI steigt gegen 10.50 Uhr um 0,49 Prozent auf 14'596 Punkte. Das bisherige Tageshoch lag bei 14'606 Punkten und damit ist das jüngste Rekordhoch bei 14'669,51 Zählern nicht mehr allzu weit entfernt. Der Mid-Cap-Index SMIM hat sich indes minimal mit 0,05 Prozent auf 3173,17 Punkte ins Plus vorgearbeitet, während der breite SPI um 0,41 Prozent auf 20'504,80 Punkte steigt.

An der Spitze im Leitindex sind die Titel der Bauwerte Amrize (+2,4 Prozent) und Holcim (+2,3 Prozent) gefragt. Auch Sika (+1,2 Prozent) zählen zu den grösseren Gewinnern. Unterstützung erhält der SMI auch von Schwergewicht Nestlé (+0,6 Prozent), während die beiden Pharmakonzerne Novartis (-0,1 Prozent) und Roche (+0,1 Prozent) kaum vom Fleck kommen.

Am Indexende verlieren Kühne+Nagel (-0,5 Prozent) leicht an Wert. Im Streit um die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus schreiten Verhandlungen zwischen den Anrainerstaaten Iran und dem Oman über neue Regelungen voran. Der Logistiker hingegen profitierte in der Vergangenheit eher von steigenden Frachtraten durch die hohe Unsicherheit der Transportwege.

Währenddessen zeigen sich Tech-Werte wie Logitech (+1,0 Prozent) oder VAT (unv.) vor den Nvidia-Zahlen uneinheitlich. Bei Inficon (+1,8 Prozent) stützt eine positive Studie.

Gurit, Stadler und SoftwareOne springen hoch

In der zweiten Reihe gab es in der auslaufenden Berichtssaison nochmals einen regelrechten Zahlenreigen mit teils heftigen Kursreaktionen. So sprangen Gurit (+22,9 Prozent) kräftig nach oben. Der Verbundwerkstoff-Spezialist hat im ersten Halbjahr die Erwartungen insbesondere bei der Profitabilität übertroffen und den Ausblick erhöht.

Auch Stadler Rail (+17,6 Prozent) sind stark gefragt. Mit den Halbjahreszahlen hat der Ostschweizer Zughersteller die Erwartungen der Analysten auf fast allen Ebenen klar übertroffen und damit laut Analysten das Vertrauen in die mittelfristigen Ziele gestärkt.

Bei SoftwareOne (+14,3 Prozent) wirkten sich Synergien aus der Crayon-Übernahme positiv aus, und die Profitabilität stieg überraschend deutlich. Zudem gibt es nach dem bisherigen Jahresverlauf noch einiges Aufholpotenzial.

Für den Pennystock Addex (+9,3 Prozent) gab es positive Nachrichten. Das Biopharmaunternehmen hat über eine sogenannte «At-the-Market»-Vereinbarung (ATM) 2,8 Millionen US-Dollar aufgenommen. Die Barmittel reichen damit nun bis ins vierte Quartal 2027. Hingegen verlieren Kudelski (-4,9 Prozent) nach Zahlen an Boden. Der Verschlüsselungsspezialist schreibt nach wie vor Verluste.

dm/rw

(AWP)