Der Markt befinde sich nach wie vor im Spannungsfeld von Inflations- und Zinssorgen, heisst es in Marktkreisen. Die jüngsten Inflations- und Jobdatendaten aus den USA hätten zwar die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank etwas gedämpft. Laut einer Einschätzung von Swissquote heisst das aber nicht, dass das Fed die Zinsen nicht dennoch weiter erhöhen werde.
Auf und Ab beim Ölpreis
Der Ölpreis zeigt sich im aktuellen Umfeld noch volatiler als die meiste Zeit. Am Vorabend noch bei über 103 US-Dollar, sank der Brentpreis über Nacht um beinahe 6 Dollar auf unter 97, ehe er in der letzten Handelsstunde wieder über 100 Dollar kletterte.
Der SMI verliert bis um 10.55 Uhr 1,17 Prozent auf 13'668,29 Punkte. Das Tagestief lag gar bei 13'620. Das Chartbild hat sich damit zum Start ins Schlussquartal ziemlich eingetrübt, dies nach einem schwachen September und einem auch insgesamt negativen dritten Quartal. Ein Stand von 14'000 für den SMI scheint derzeit lediglich eine ferne Hoffnung.
Der Mid-Cap-Index SMIM fällt um 0,86 Prozent auf 3049,84 Punkte zurück und der breite SPI um 1,14 Prozent auf 19'387,74 Punkte.
UBS (-2,7 Prozent) büssen derzeit am deutlichsten an Terrain ein und fallen dabei wieder unter die Marke von 40 Franken. Am Vorabend hatte der Investor Artisan Partners einen Wegzug der Bank aus der Schweiz gefordert.
Unter Druck stehen auch konjunktursensitive Aktien wie Richemont (-2,6 Prozent), Holcim (-1,8 Prozent) oder Sika (-1,9 Prozent). Sika hält am Berichtstag einen Investorentag ab, die bisher gemachten Aussagen zu den Sparzielen wirken sich indes kaum stützend auf den Titel aus.
Zum negativen Gesamtbild tragen auch die Schwergewichte bei, von denen Nestlé (-1,5 Prozent) und Novartis (-1,4 Prozent) klar mehr nachgeben als Roche (-0,3 Prozent).
Einziger Gewinner unter den Blue Chips sind ABB (+0,3 Prozent), welche mit einem Plus von rund 34 Prozent seit Ende 2025 das Jahresrennen weiter unangefochten anführen.
Daneben halten sich Galderma (-0,5 Prozent), Logitech (-0,1 Prozent) oder Amrize (-0,2 Prozent) mit moderaten Verlusten einigermassen stabil. Für Galderma hat Goldman Sachs das Kursziel erhöht und dabei die Kaufempfehlung bekräftigt. Mit Blick auf die Umsatzzahlen zum dritten Quartal von Galderma sieht die US-Bank die wichtigsten Wachstumstreiber weiterhin intakt.
Im breiten Markt legen die Aktien des Börsenneulings Infomaniak im Börsenmantel von Perrot Duval einen raketenhaften Start hin. Nach einem Erstkurs von 56 Franken wurden im bisherigen Maximum schon 140 Franken für den Titel bezahlt. Der letzte Kurs liegt bei 92 Franken.
Weiter auf dem Abwärtspfad finden sich die Namenaktien von Lindt & Sprüngli mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 80'800 Fr. Nach der Gewinnwarnung vom Dienstag und dem starken Einbruch der Aktie haben Jefferies und Julius Bär ihre Kurzsiele nach unten korrigiert.
Gegen den schwachen Gesamttrend halten sich mit Unterstützung von starken Zahlen von Micron am Vorabend einige Techwerte wie Inficon (+2,4 Prozent), Comet (+0,5 Prozent), Huber+Suhner (+0,2 Prozent) oder VAT (+0,2 Prozent) mehr oder weniger deutlich in der Gewinnzone.
cf/cg
(AWP)
