Das Geschäft dürfte am zweitletzten Handelstag im zu Ende gehenden Jahr in ruhigen Bahnen verlaufen, heisst es weiter. Zum einen sind Unternehmensnachrichten sehr dünn gesät und auch die hiesige Makro-Agenda ist gänzlich leer. Einzig in den USA stehen am Nachmittag noch einige Wirtschaftsdaten an: so etwa die wöchentlichen Erstanträge für Arbeitslosenhilfe. Zum anderen sind viele Marktteilnehmer in den Ferien. Wie stark die ansonsten kurz vor dem Jahresende übliche Kurspflege, das Window Dressing, ausfällt, werde sich noch zeigen, meint ein Händler. Überhaupt scheine die jüngste Entwicklung übertrieben, kommentiert Swissquote. Denn die tiefen Renditen seien nicht mit einer dauerhaft niedrigen Inflation vereinbar. Der Markt könnte stark korrigieren, wenn die Euphorie zu Ende gehe.
Der von der Bank Julius Bär vorbörslich berechnete SMI notiert gegen 08.15 Uhr um 0,18 Prozent höher bei 11'134,00 Punkten. Damit steuert der Leitindex auf ein Jahresplus von gegen vier Prozent zu. «Das ist zwar nicht berauschend, vor allem im Vergleich zum DAX mit +20 Prozent», sagt ein Händler. Wenn man aber die Dividende von durchschnittlich rund 3,5 Prozent noch hinzuzähle, ergebe sich ein Plus von rund 7 Prozent. «Das ist etwa das, was man üblicherweise an Rendite in einem normalen Jahr erwarten darf.»
19 der 20 SMI-Werte werden zwischen +0,1 (bei Swisscom) und +0,3 Prozent (für ABB) fester indiziert. Einzig Sika sind mit +0,5 Prozent noch etwas höher gestellt. «Möglicherweise ein Broker-Kommentar», sagt ein Händler. Auf den hinteren Rängen, bei den SMIM-Werten, werden die Kurse mehrheitlich um 0,2 Prozent fester indiziert.
pre/tv
(AWP)