Nach einer reich befrachteten Woche mit Notenbankentscheiden und zahlreichen Zwischenberichten ist zumindest der heimische Kalender relativ ausgedünnt. Anleger dürften sich für die am kommenden Dienstag anstehenden US-Zwischenwahlen positionieren. International legen allerdings noch einige Unternehmen ihre Quartalsbilanzen vor, für Aufmerksamkeit dürften aber auch zahlreiche Konjunkturdaten sorgen. Zu nennen wären insbesondere Inflationsdaten aus Frankreich, Spanien und Deutschland sowie das BIP für das dritte Quartal der Eurozone. Am Nachmittag rückt der Chicago Einkaufsmanagerindex als wichtiges Stimmungsbarometer aus den USA in den Blick.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI gegen 08.10 Uhr um 0,35 Prozent leicht tiefer auf 14'705 Punkten. Das Rekordhoch vom Vortag liegt bei 14'861,53 Zählern. Nur Novartis werden knapp im Plus erwartet.
Allgemein werden Tech-Werte und Titel, die von der jüngsten KI-Rallye stark profitiert haben, nach den enttäuschenden Zahlen der US-Grössen tiefer erwartet. So auch ABB (-1,4 Prozent), VAT (-2,2 Prozent) oder AMS Osram (-2,0 Prozent).
Derweil startet die Bank Julius Bär (kein VB-Kurs) am kommenden Montag das angekündigte Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 600 Millionen Franken.
Angesichts der eher dünnen Nachrichtenlage könnten auch Analystenkommentare bewegen. So sieht Barclays bei Lonza (-0,6 Prozent) mit einem höheren Ziel weiteres Potenzial, Jefferies rät bei Sandoz (-0,3 Prozent) unverändert zum Kauf und hebt das Kursziel an. Derweil streicht Berenberg das Ziel für Amrize (-1,0 Prozent) zusammen.
Anleger sollten Sonova (-0,5 Prozent) im Blick behalten. Der Konkurrent Amplifon hatte am Vorabend Zahlen vorgelegt und ein starkes Gewinnplus ausgewiesen.
Der Stromzählerproduzent Landis+Gyr (+0,7 Prozent) erzielte in seinem ersten Geschäftshalbjahr zwar weniger Umsatz, steigerte aber den Gewinn markant. Zudem wurde der Ausblick leicht angehoben und die Stärke der Auftragspipeline betont.
dm/cg
(AWP)
