EZB-Chefin Christine Lagarde hat ihren Auftritt ausserdem erst deutlich nach Börsenschluss hierzulande. Allerdings hatten beide Notenbanken zuletzt immer wieder betont, datenabhängig agieren zu wollen, so dass die Hoffnungen auf mehr Klarheit bereits jetzt enttäuscht werden könnten. Die Anlegerstimmung hängt derzeit stark von der Entwicklung der US-Anleihen ab, die entsprechend unter Beobachtung stehen. Ein zeitweiser Renditerückgang kehrte sich am Vortag wegen robuster Konjunkturdaten, die besagte Zinssorgen weckten, wieder um.
Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI sinkt bis um 08.20 Uhr 0,15 Prozent auf 10'960,32 Punkte. Er steuert damit aber immer noch auf eine positive Wochenbilanz zu. Bis auf Novartis werden alle 20 SMI-Werte vorbörslich tiefer gestellt.
Wie gewonnen, so zerronnen: Nachdem am Vortag ein bärenstarker Quartalsbericht des US-Chipherstellers Nvidia auch die hiesigen Technologiewerte angetrieben hatte, werden nun auch hier Gewinne in Aktien wie Logitech (-0,9 Prozent), AMS (-0,8 Prozent), Comet (-0,9 Prozent) und VAT (-0,9 Prozent) mitgenommen.
Novartis werden 0,3 Prozent höher gestellt. Die vor der Abspaltung stehende Tochter Sandoz hat in den USA eine Zulassung für ein Biosimilar des MS-Mittels Tysabri von Biogen erhalten.
Gespannt ist man im Handel auf die Kursentwicklung bei Richemont, die vorbörslich (-0,3 Prozent) unauffällig tendieren. Mit der Übernahme der Juwelierkette Bucherer durch Rolex ist es zu einem Mega-Deal in der Uhrenbranche gekommen.
Im breiten Markt rücken zudem DocMorris gegen den Trend um 0,8 Prozent vor. Jefferies hat das Kursziel für die Onlineapotheke um die Hälfte erhöht und bestätigte die Kaufempfehlung.
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(AWP)