Ölpreise und Zinssorgen bleiben die treibenden Kräfte am Markt. So sind die Ölpreise zum Wochenschluss nach ihrem zuletzt starken Anstieg wieder etwas gesunken. So hat der Iran den USA laut Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges vorgelegt. Über Vermittler sei der US-Regierung ein Plan vorgelegt worden, wonach die Strasse von Hormus nach sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi laut der «New York Times» und der «Financial Times» am Rande der UN-Woche in New York.
Für den SMI zeichnet sich im vorbörslichen Handel der Bank Julius Bär gegen 8.15 Uhr ein Plus von 0,68 Prozent auf 14'000 Zähler ab. Damit setzt der Markt seinen Ringkampf um diese psychologisch wichtige Marke weiter fort. Den SMIM für die mittelgrossen Werte indiziert die Bank um 0,42 Prozent höher.
Hoffnungen auf Annäherung in Nahost
Neben den Ölpreisen scheint sich auch der Ausverkauf bei Anleihen zum Wochenschluss in Asien verlangsamt zu haben. «Doch der rasante Anstieg der weltweiten Renditen in dieser Woche lässt die Alarmglocken läuten», kommentiert eine Händlerin. Die Rendite 10-jähriger US-Anleihen stieg am gestrigen Donnerstag um 12 Basispunkte und innerhalb von zwei Handelstagen um 28 Basispunkte. Aber auch die Rendite 10-jähriger deutscher Anleihen und die Rendite 10-jähriger japanischer Anleihen ist deutlich gestiegen. Befeuert wurde dies nicht zuletzt durch Äusserungen aus den Reihen der US-Notenbank Fed, die weitere Zinserhöhungen vermuten lassen.
Von den 20 SMI-Einzelwerten werden alle bis auf Amrize (-0,1 Prozent) höher gestellt. Besonders deutlich gewinnen dabei die zuletzt schwachen UBS (+1,7 Prozent), die damit womöglich zu einer Gegenbewegung vor dem Wochenende ansetzen.
Auch für Holcim (+1,3 Prozent) und Givaudan (+0,8 Prozent) zeichnen sich aktuell festere Notierungen zum Handelsstart ab. Dabei werden die Aktien des Aromen- und Duftstoffkonzerns durch einen Analystenkommentar gestützt.
In den hinteren Reihen fallen noch Huber+Suhner (+1,2 Prozent) auf. Das Unternehmen übernimmt das Connected-Intelligence-Geschäft der britischen Motion Applied und baut damit sein Angebot für Bahnkommunikation um Software aus.
hr/ra
(AWP)
