Für etwas Entspannung sorgen neue diplomatische Hoffnungen im Nahost-Konflikt. Die USA und Iran zeigen sich wieder gesprächsbereit, gleichzeitig sind die Öl- und LNG-Transporte durch die Strasse von Hormus zuletzt so zahlreich wie seit sechs Monaten nicht mehr. Zusätzlichen Rückenwind liefern positive Signale aus den Gesprächen zwischen Washington und Peking im Vorfeld des angekündigten Treffens zwischen Donald Trump und Xi Jinping.
Die Ölpreise zogen nach den Verlusten der vergangenen Tage allerdings wieder etwas an, Brent verteuerte sich im frühen Handel um rund 1,5 Prozent auf 101,82 Dollar je Fass. Zum Wochenstart war der Preis den vierten Handelstag in Folge gefallen und zeitweise unter die Marke von 100 Dollar gerutscht. «Die Märkte haben die leichte Entspannung schnell eingepreist», sagt ein Marktbeobachter. Ohne weitere diplomatische Fortschritte könne die Risikoprämie ebenso rasch wieder zurückkehren.
SMI peilt 14'000 Punkte an
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI gegen 8.10 Uhr um 0,28 Prozent höher bei 13'995 Punkten. Damit rückt die psychologisch wichtige Marke von 14'000 Punkten in Reichweite. Auch der breite SMIM zieht vorbörslich um 0,11 Prozent auf 3101 Punkte an.
Sämtliche SMI-Werte mit Ausnahme von Alcon (-0,4 Prozent) notieren vorbörslich im positiven Bereich. Zu den grössten Gewinnern zählen wie bereits am Vortag Givaudan (+0,6 Prozent), gestützt von positiven Analystenkommentaren.
Ebenfalls fester zeigen sich Roche (+0,4 Prozent). Der Pharmakonzern hat mit dem Abnehm- und Diabeteswirkstoff Enicepatide in einer Phase-II-Studie positive Ergebnisse erzielt.
Nestlé (+0,1 Prozent) sind derweil wenig verändert. Der Lebensmittelkonzern führt sein Russland-Geschäft trotz der angeordneten Zwangsverwaltung nach eigenen Angaben normal weiter, bleibt formal Eigentümer der Beteiligungen, hat deren Kontrolle aber vorerst verloren.
In den hinteren Reihen legen Oerlikon (+3,1 Prozent) nach einer Kaufempfehlung von Kepler deutlich zu. Dagegen geben Burckhardt Compression (-1,9 Prozent) nach einer Kurszielsenkung durch die UBS nach.
an/rw
(AWP)
