Dort waren am Freitag die schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten am Ende gut angekommen, da Investoren nun davon ausgehen, dass die US-Notenbank Fed nicht schon bei ihrer Oktober-Sitzung die Zinsen erneut anheben muss, heisst es in Händlerkreisen. «Trotzdem bleibt es nur eine Frage der Zeit, bis die Währungshüter die Zinsen anheben werden», betont ein Beobachter.

Fed-Protokoll im Blick

Die bevorstehende Woche bietet aus Kalendersicht nur wenige Termine. Das Protokoll der letzten US-Notenbank-Sitzung zur Wochenmitte stellt für viele gerade auch angesichts der Daten von vergangener Woche den wichtigsten Termin dar.

Entspannungssignale kommen auch vom Ölmarkt. Steigende Rohölexporte aus dem Nahen Osten und die Freigabe von 100 Millionen Barrel aus den Notreserven der G7-Staaten haben die Preise etwas gedrückt. Dies glich die Sorgen über Angriffe der Huthi-Rebellen auf Anlagen von Saudi Aramco sowie zunehmende Attacken auf Öltanker in der Strasse von Hormus etwas aus.

Den SMI berechnet die Bank Julius Bär am Morgen gegen 08.15 Uhr um 0,01 Prozent tiefer. Trotz eines versöhnlichen Wochenschluss hat das Barometer in der vergangenen Woche 2,0 Prozent eingebüsst. Den SMIM mittelgrosser Werte berechnet Julius Bär um 0,08 Prozent schwächer.

Analystenkommentare bewegen

Von den 20 SMI-Einzelwerten werden all bis auf Richemont (+0,6 Prozent) und Givaudan (+0,9 Prozent) tiefer gestellt. Mit einem Minus von 0,5 Prozent stellen ABB dabei den grössten Ausreisser dar. Alle übrigen Titel werden um 0,1 Prozent tiefer indiziert.

Bei Richemont und Givaudan sorgen positive Analystenkommentare zunächst für eine gewisse Unterstützung.

Dagegen sacken im SMIM Swatch um 1,1 Prozent ab - auch hier ist ein Analystenkommentar der massgebliche Einflussfaktor. Konkret nimmt Goldman Sachs die Coverage der Titel mit einem «Sell»-Rating wieder auf.

Generell sollten Investoren auch die Anleihemärkte weiter im Blick behalten. Die Turbulenzen dort waren in der vergangenen Woche einer der grössten Belastungsfaktoren. Berichte über vorgezogene Neuwahlen in Spanien dürften die Nervosität in Euroland hoch halten. Den Euro haben sie am Morgen bereits klar belastet, so dass das Euro/Franken-Paar auch wieder klar unter 93 Rappen notiert.

hr/uh

(AWP)