Immerhin scheinen sich die jüngsten Turbulenzen an den Anleihemärkten etwas gelegt zu haben. Die Renditen bleiben zwar hoch und bewegen sich nahe ihrer Mehrjahreshochs. Dass sie nicht weiter gestiegen sind, sorge aber schon für eine gewisse Entspannung, heisst es im Handel. Auch dass in den USA am Vortag die Auktion 30-jähriger US-Staatsanleihen gut gelaufen ist, biete eine gewisse Unterstützung.
Den stärksten Einfluss hat Trumps Iran-Ankündigung allerdings auf die Ölpreise. Diese haben am Morgen nachgegeben. Gleichzeitig bezeichnete Trump auf seiner Plattform Truth Social die Gespräche zwischen der US-Regierung und Teheran als «konstruktiv».
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 8.15 Uhr um 0,98 Prozent höher bei 13'770 Punkten. Am Vortag war der Leitindex mit einem Verlust von mehr als einem Prozent aus dem Handel gegangen. Den SMIM-Index mittelgrosser Werte indiziert Julius Bär um 0,73 Prozent höher.
SMI-Einzelwerte allesamt im Plus
Alle 20 SMI-Einzelwerte werden vorbörslich höher gestelt. Dabei reicht die Spanne von +0,6 Prozent bei den beiden Versicherern Swiss Life und Swiss Re bis +1,3 Prozent bei Amrize. Weit vorne im Gewinnerfeld sind auch Roche (+1,0 Prozent) zu finden, nachdem die FDA die Immuntherapie Tecentriq (Atezolizumab) zur die Behandlung einer bestimmten Form von Dickdarmkrebs zugelassen hat.
Der Bauchemiekonzern Sika (+1,0 Prozent) übernimmt derweil die britische Azpects Group und baut damit sein Geschäft im Landschaftsbau aus. Partners Group (+0,8 Prozent) wiederum hat eine neue globale Anlagestrategie für private Kredite lanciert und der Nahrungsmittelkonzern Nestlé (+0,8 Prozent) will seine Investitionen in Mexiko laut Angaben der dortigen Regierung auf zwei Milliarden US-Dollar verdoppeln.
Berichtssaison rückt näher
Darüber hinaus dürften Investoren einen Blick auf die verschiedenen Vertreter aus der Technologiebranche haben. An der Wall Street war es am Vortag einmal mehr zu einem Ausverkauf bei Techwerten gekommen. Schuld waren Berichte, wonach OpenAI weniger Umsatz erzielen könnte als signalisiert. Bei Julius Bär ist allerdings zunächst nichts von Schwäche zu sehen. AMS Osram, VAT, Comet und Inficon gewinnen zwischen 1,4 und 0,8 Prozent hinzu.
hr/uh
(AWP)
