Im Fokus bleibt vor allem das Zusammenspiel aus Ölpreis und Zinsen. Brent notiert am Morgen bei mehr als 107 Dollar je Fass, während die Renditen von US-Staatsanleihen auf hohem Niveau verharren. Dass sich die Aktienmärkte dennoch vergleichsweise widerstandsfähig zeigen, erklären Marktbeobachter damit, dass höhere Renditen derzeit nicht nur Inflationssorgen, sondern auch die robuste Konjunktur widerspiegeln.
Konjunkturseitig richtet sich der Blick hierzulande auf das KOF-Konjunkturbarometer für September. In den USA stehen Daten zum Konsumentenvertrauen und zum Arbeitsmarkt auf dem Programm. Am Markt ist von einem «makroökonomischen Stresstest» die Rede.
SMI nur knapp unter 14'000 Punkten
Der SMI steht im vorbörslichen Handel der Bank Julius Bär gegen 8.15 Uhr 0,27 Prozent höher bei 13'980 Punkten und damit knapp unterhalb der Marke von 14'000 Punkten. Der SMIM für die mittelgrossen Werte notiert dagegen 0,25 Prozent tiefer.
Alle 20 SMI-Einzelwerte werden höher gestellt. Die Spannweite reicht dabei von Swiss Life (+0,1 Prozent) bis Alcon (+1,1 Prozent).
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Für Gesprächsstoff in den hinteren Reihen sorgen Lindt & Sprüngli (-5,4 Prozent). Der Schokoladenhersteller hat seine Prognose für das Umsatzwachstum im laufenden Jahr deutlich gesenkt. Auch Barry Callebaut (-1,3 Prozent) geraten in Sippenhaft.
Deutlich im Minus stehen zudem Accelleron (-2,7 Prozent), nachdem Barclays die Abdeckung mit «Underweight» aufgenommen hat.
Vorbörslich unauffällig zeigen sich Stadler (+0,1 Prozent) nach dem angekündigten CEO-Wechsel. Philipp Brunner übernimmt die Konzernleitung von Markus Bernsteiner. Der Wechsel sei «von langer Hand» geplant gewesen, teilte Stadler mit.
Im Fokus stehen zudem die Aktien von Julius Bär, für die vorbörslich kein Kurs vorliegt. Die Bank kann von regulatorischer Seite einen Schlussstrich unter die Signa-Affäre ziehen: Die Finma hat ihre Untersuchung abgeschlossen und dabei verschiedene Auflagen verfügt.
an/hr
(AWP)
