Die am Vortag mit Spannung erwarteten US-Inflationszahlen hätten zwar nicht ausgereicht, um den Sieg über die Inflation zu verkünden; sie minderten jedoch den Druck auf das Fed, die Zinsen bereits im September anzuheben, fasst ein Händler zusammen. Im Handelsverlauf rücken nun die US-Produzentenpreise als weiteres Teuerungsmass in den Fokus.
Lage in Nahost weiter unklar
Weiter unklar ist auch die Lage in Nahost. Der Iran widersprach zuletzt wiederholt getätigten Aussagen von US-Präsident Trump, wonach die USA die Kontrolle über die Strasse von Hormus hätten. Der Preis für US-Öl blieb bei rund 83 Dollar pro Barrel: «Niedrig genug, um die Märkte kurzfristig zu beruhigen, aber immer noch hoch genug, um das Risiko eines Wiederanstiegs der Inflation aufrechtzuerhalten, sollte die Blockade andauern», so ein Händler.
Für den Schweizer Leitindex SMI zeichnet ich laut den vorbörslichen Berechnungen der Bank Julius Bär ein Plus von 0,21 Prozent auf 14'480 Punkte ab. Den SMIM der mittelgrossen Werte taxiert die Bank auf 3205 Zähler (+0,08 Prozent).
Alle 20 SMI-Einzelwerte werden vorbörslich höher gestellt. Während die Mehrzahl zwischen 0,1 und 0,3 Prozent im Plus liegt, scheren Logitech mit +1,7 Prozent nach oben aus. Am Markt wird auf die festeren Techwerte in den USA und Asien verwiesen, die stützen dürften.
Hintere Reihen geben Ton an
Die eigentliche Musik spielt an diesem Tag aber in den hinteren Reihen. Dabei reichen die Kursreaktionen auf die vorgelegten Zahlen von +4,5 Prozent bei Komax bis -4,4 Prozent bei Swissquote. Analysten werten bei Komax vor allem Punkte wie den Auftragseingang positiv. Derweil hat die Onlinebank im ersten Semester 2026 unter der Schwäche im Markt mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen gelitten.
Daneben haben aber noch diverse Unternehmen Zahlen präsentiert, für die es keine vorbörslichen Kurse gibt.
hr/uh
(AWP)
