Gestützt werden die Märkte von einem deutlichen Rückgang der Ölpreise zum Wochenauftakt - im frühen Handel kostete ein Barrel Brent zur Lieferung noch 110 Dollar. Grund dafür ist ein Medienbericht über die diplomatischen Bemühungen von US-Präsident Donald Trump im Konflikt mit dem Iran.
Thematisch wird die neue Börsenwoche von den USA bestimmt. Neben diversen Daten vom Arbeitsmarkt stehen dort vor allem die Midterms dick angestrichen in der Agenda der Anleger. Die Zwischenwahlen gelten als Unsicherheitsfaktor. Erste Trends sollten sich in den frühen Morgenstunden des Mittwochs abzeichnen.
SMI mit Defensiv-Malus
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI im vorbörslichen Handel gegen 08.10 Uhr um 0,21 Prozent tiefer bei 14'780 Punkten. In der Woche zuvor hatte der Schweizer Leitindex um deutliche 2,4 Prozent zugelegt.
Zu den Stützen der Vorwoche hatten gerade auch die schwergewichteten Pharmawerte gezählt. Am Montag nun geht es mit Roche um 0,6 Prozent auf 401,20 Franken nach unten und mit Novartis um 1,5 Prozent auf 313,80anken.
Für den Roche PS hatte die UBS das Rating zwar auf «Neutral» gesenkt, das neue Kursziel liegt mit 420 Franken aber deutlich über dem aktuellen Niveau. Bei Novartis hat die Deutsche Bank mit dem neuen Votum «Sell» den Daumen gesenkt.
Auch die als «defensive Absicherung» bekannten Valoren der Versicherer Swiss Re (-0,4 Prozent) und Swiss Life (-0,3 Prozent) werden tiefer gestellt.
Tech wieder gesucht
Allgemein fester erwartet werden Tech-Werte und Titel, die von der jüngsten KI-Rallye stark profitiert haben, zuletzt aber verkauft wurden. So werden etwa ABB (+1,0 Prozent) und Logitech (+0,7 Prozent) sowie im breiten Markt VAT (+1,0 Prozent) oder AMS Osram (+2,3 Prozent) höher gestellt.
Bei Cembra (-4,1 Prozent) verkaufen die Anleger nach einer Ratingsenkung auf «Sell» von «Neutral» durch die UBS.
Autoneum werden derweil um 1,2 Prozent höher gestellt. Der Autozulieferer wird mit dem geplanten Kauf der französischen Trèves Group um rund einen Drittel wachsen.
Im regulären Handel einen Blick wert sein dürfte Arbonia, für die keine vorbörslichen Kurse gestellt werden. Der Ostschweizer Bauzulieferer musste wegen des schleppenden Geschäfts in Deutschland seine Prognose für das laufende Jahr senken. Dagegen hat Medartis dank starker Absatzzahlen die Prognose für 2026 erhöht und könnte damit ebenfalls bewegt sein.
ra/hr
(AWP)
