Andererseits droht in den USA nun das, was die Wall Street «Gridlock» nennt - politischer Stillstand. Denn auf der einen Seite steht der republikanische US-Präsident Donald Trump und auf der anderen wohl künftig ein von Demokraten dominierter Kongress. Dem Schweizer Aktienmarkt könnte der Ausgang der US-Wahlen wegen seines defensiven Charakters allerdings auch zu Gute kommen, heisst es in einem Kommentar der Bank Vontobel. An anderer Stelle wird auch davor gewarnt, die Zwischenwahlen zu stark zu bewerten. Denn für die Aktienmärkte sei es historisch betrachtet nämlich nicht so entscheidend gewesen, wer in dieser Wahl wie viele Sitze gewinnt oder verliert, so etwa die VP Bank.

Ölpreise ziehen auf «moderatem» Niveau etwas an

Die Ölpreise haben im frühen Handel etwas angezogen. So kostet das Fass der Nordseesorte Brent derzeit etwas über 104 US-Dollar. Die Befürchtungen um eine neue Eskalation im Nahost-Konflikt schweben weiter wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Dennoch hat sich das Preisniveau des Öls im Vergleich zur letzten Oktoberwoche, als noch Preise zwischen 115 und 118 Dollar bezahlt wurden, deutlich reduziert.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI im vorbörslichen Handel gegen 08.15 Uhr um 0,12 Prozent tiefer bei 14'725 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM büsst mit einem Minus von 0,32 Prozent etwas mehr ein.

Bei den Blue Chips gibt die Mehrheit der Titel vorbörslich im Bereich von 0,2 bis 0,3 Prozent nach. Ein Ausreisser sind Amrize mit einem Minus von 1,2 Prozent. Nach unten abgestützt wird der SMI von ABB (+0,6 Prozent).

Im breiteren Markt profitieren Idorsia (+4,2 Prozent) vom Erhalt eines Sonderstatus für sein Schlafmittel Daridorexant durch die US-Gesundheitsbehörde FDA.

Sulzer (+1,3 Prozent) profitieren einer Hochstufung auf «Add» durch Baader Europe und Implenia (+2,3 Prozent) von einem grösseren Auftrag für den Ausbau eines neuen Rechenzentrums in der Schweiz.

Dagegen stehen Barry Callebaut (-3,3 Prozent) nach den Jahreszahlen ziemlich unter Druck.

cf/hr

(AWP)