Die US-Technologiebörse Nasdaq schloss daher klar im Minus und auch an den wichtigen techlastigen Börsen in Asien ging es deutlich bergab. Das könnte auch auf die hiesigen Techwerte abstrahlen. Impulse kommen von der laufenden Berichtssaison. Auch gut möglich ist, dass zur Wochenmitte das Sentiment hierzulande von den defensiven Index-Schwergewichten gestützt wird.
Zumal die geopolitischen Belastungen nicht kleiner geworden sind. Zuletzt hat Donald Trump auch an der Zoll-Front nachgelegt: Kurz vor dem Inkrafttreten neuer Zölle auf eine Reihe von kanadischen Produkten hat er seine Pläne zwar auf Eis gelegt. Seine Bedingung allerdings: Verhandlungen über eine Öl-Pipeline.
SMI etwas tiefer erwartet
Der SMI steht im vorbörslichen Handel von Julius Bär 0,04 Prozent tiefer bei 14'315 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex dank seiner Schwergewichte minimal im Plus geschlossen. Der SMIM der mittelgrossen Werte zieht um 0,05 Prozent auf 3151 Punkte an.
Die SMI-Werte verzeichnen (fast) einheitlich vorbörsliche Abschläge von 0,1 Prozent. Geberit sind mit einem Kursplus von 4,5 Prozent die Ausnahme. Der Sanitärtechnikkonzern hat zum Halbjahr die Erwartungen der Analysten übertroffen und berichtete von einer zuletzt positiven Entwicklung.
Die Schwäche der Halbleiterwerte wirkt sich nicht auf den Zulieferer VAT aus, dessen Papiere um 0,5 Prozent steigen. Denn Jefferies hat das Rating für die Ostschweizer auf «Hold» von «Underperform» erhöht und auch das Kursziel deutlich heraufgesetzt.
Ansonsten spielt die Musik dort, wo Halbjahreszahlen vorliegen. Gut aufgenommen werden die Zahlen von Straumann (+2,4 Prozent), DocMorris (+7,9 Prozent) und Emmi (+1,0 Prozent). Keinen Anklang finden die Ergebnisse des Energiekonzerns BKW (-3,0 Prozent), der seine Jahresziele senken musste.
Dass der Kompressorenhersteller Burckhardt Compression einer Restrukturierung und einem Stellenabbau auf eine tiefe Auslastung reagiert, quittiert die Börse mit einem Kursplus von 1,9 Prozent.
ra/uh
(AWP)
