Hierzulande ist die Agenda dünn gefüllt, nur einige Unternehmen aus der zweiten Reihe legen Zahlen vor. Im Tagesverlauf rücken Einkaufsmanagerindizes sowohl aus Europa als auch am Nachmittag aus den USA in den Blick. «Der Wind für die Märkte hat sich gedreht und auch die Volatilität könnte wieder anziehen, sollte der Aufwärtsdruck beim Öl und den Anleiherenditen bestehen bleiben», sagte eine Händlerin am Morgen. Die Berichtssaison als Stütze sei nahezu vorbei - Nvidia tanze in der nächsten Woche traditionell den letzten Tanz der Saison bei den «Magnificent 7».
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Morgen gegen 08.10 Uhr um 0,16 Prozent tiefer bei 14'345 Punkten. Ohne frische Impulse wird es für den Leitindex schwer, noch ein Wochenplus zu erreichen - hierfür fehlen ihm rund 45 Punkte.
Holcim mit Übernahme
Im Fokus stehen Holcim (-0,1 Prozent) nach einem Zukauf. Der Zementhersteller übernimmt das deutsche Unternehmen Fermacell. Der Kaufpreis liegt laut den Angaben bei 840 Millionen Euro.
Derweil investiert die Roche-Tochter (-0,2 Prozent) Genentech rund 750 Millionen US-Dollar in ein neues Werk in Oregon.
Einen Blick wert sein könnten auch Kühne+Nagel (-0,1 Prozent). Angesichts zuletzt geringer Niederschlagsmengen reduziert der Panamakanal die Zahl erlaubter Schiffspassagen. Das dürfte sich auf die Frachtraten auswirken.
Von den Firmen mit Halbjahreszahlen sind Siegfried (+3,4 Prozent) vorbörslich gefragt. Der Pharmadienstleister schnitt etwas besser ab als erwartet und bestätigte den Ausblick.
Analystenkommentare könnten ebenfalls bewegen. Georg Fischer (+1,4 Prozent) wurden von Research Partners auf «Kaufen» hochgestuft. Für Komax (+1,3 Prozent) erhöhte die UBS das Kursziel.
Zudem gab es noch Zahlen von Vetropack sowie von der Graubündner Kantonalbank und den Clientis-Banken. Derweil zieht DSM-Firmenich in China gegen Patentverletzer vor Gericht.
dm/to
(AWP)
