Die jüngsten Lichtblicke im KI-Sektor - zuletzt halfen SpaceX und die Spekulationen um einen Merger mit Tesla sowie Meta und IBM mit Zahlen am Vorabend - seien zwar ein Silberstreifen für die Investoren am sonst trüben Börsenhimmel, heisst es im Handel. Der Kursanstieg der vergangenen Wochen sollte aber nicht über die Unruhen in Frankreich, gepaart mit den weiterhin hohen Ölpreisen, hinwegtäuschen. Für die Investoren bleibe die Strategie ein Drahtseilakt zwischen vorsichtigem Optimismus und wachsamem Risikobewusstsein.
Ölpreis verbleibt klar über 110 Dollar
Der Ölpreis hält sich derweil deutlich über dem Niveau von 110 US-Dollar. Um diese Marke pendelt er seit einigen Tagen, wobei ein Fass der Sorte Brent aktuell nur knapp unter 111 Dollar kostet. Notierungen unter 100 Dollar liegen mittlerweile mehr als zwei Wochen zurück. Am Berichtstag wird die Stimmung von neuen Meldungen über angegriffene auf verschiedene Öltankern durch die iranischen Revolutionsgarden geprägt.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI im vorbörslichen Handel um 08.15 Uhr 0,15 Prozent tiefer bei 14'530 Punkten. Dabei weist die Mehrheit der gehandelten Titel Verluste von mehr als 1 Prozent oder knapp darunter aus. Die Gewinne der Schwergewichte begrenzen indes die Abgaben des Gesamtmarkts.
Nestlé (+1,6 Prozent) stellen sich dem allgemeinen Abwärtstrend entgegen. Der Umsatz von Nestlé hat über den Erwartungen der Analysten gelegen, wobei der Nahrungsmittelkonzern sowohl mit dem organischen Wachstum wie auch mit dem Wachstum der verkauften Mengen besser abgeschnitten hat als gedacht.
Auch Roche (+0,4 Prozent) notieren fester. Der Pharmakonzern hat im dritten Quartal ebenfalls mehr verkauft als prognostiziert, wobei die Pharma-Sparte noch etwas besser performte als der Bereich Diagnostics.
Galderma (+2,9 Prozent) ziehen ebenfalls klar an, die Titel reihen sich in die Liste der SMI-Werte mit besser als erwarteten Quartalszahlen ein. Dasselbe gilt innerhalb der Top-50-Aktien für Schindler (+1,4 Prozent) und Kühne+Nagel (+1,3 Prozent).
cf/cg
(AWP)
