Der Fokus der Märkte dürfte sich nun weg von den Midterms und wieder hin zur laufenden Berichtssaison sowie den noch anstehenden Konjunkturdaten verschieben. Während hierzulande der Blick auf Swiss Re und Swisscom liegt, dürften international eher Daten für Bewegung sorgen. So werden neben der Zinsentscheidung der Bank of England insbesondere die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe beachtet. Denn am morgigen Freitag steht mit dem US-Jobbericht der konjunkturelle Höhepunkt der Woche an.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Morgen gegen 08.10 Uhr um 0,21 Prozent höher bei 15'055 Punkten. Damit würde der Leitindex direkt zum Start seinen Vortagesrekord von 15'044 Zählern übertreffen.
Swiss Re überzeugt, Swisscom nicht
Der Rückversicherer Swiss Re (+1,2 Prozent) hat mit einem Gewinnanstieg positiv überrascht und sieht sich gut auf Kurs, seine Finanzziele für das laufende Jahr zu erreichen.
Derweil hat die Swisscom (-1,4 Prozent) bei einem Umsatzrückgang zwar mehr verdient, die Analystenerwartungen beim Ergebnis allerdings knapp verfehlt. Die Jahresziele wurden dafür teils nach oben angepasst und es wurde bei Erreichen dieser Ziele eine Dividendenerhöhung auf 27 Franken in Aussicht gestellt.
Schlechte Nachrichten gab es für ABB (-1,6 Prozent). China hat den 5,4 Milliarden Dollar schweren Verkauf der Robotics-Sparte an die japanische Softbank blockiert. Zu den möglichen Folgen für den gesamten Verkauf und den nächsten Schritten wollte sich ABB zunächst nicht äussern. Beide Unternehmen stünden aber weiterhin in engem Austausch und arbeiteten konstruktiv an der Transaktion.
Im Finanzsektor bleibt die Eigenmitteldiskussion rund um die UBS (-0,1 Prozent) präsent. So gibt es laut der Nachrichtenagentur Bloomberg einen neuen Bewertungsvorschlag für die Tochtergesellschaften der Grossbank, der den künftigen Eigenmittelbedarf für die UBS verringern würde.
In der zweiten Reihe erhöht der Laborausrüster Tecan (+1,9 Prozent) nach einem starken dritten Quartal die Jahresprognose.
dm/rw
(AWP)
