Derweil sprechen die Vorgaben grundsätzlich für einen versöhnlichen Wochenausklang. In den USA hat sich die Stimmung am gestrigen Donnerstag im Handelsverlauf aufgehellt. Standardwerte gewannen an Fahrt, während Technologie-Aktien ihre Verluste fast wettmachen konnten. Unterstützung kam dabei auch vom Anleihemarkt. Denn die Flucht raus aus der Techbranche in sichere Häfen liess Investoren wieder verstärkt nach Anleihen greifen. Damit stiegen deren Kurse, während die Renditen fielen.

Am Ölmarkt wird Brent weiter klar über der 100-USD-Marke gehandelt. Das bedeutet einen nach wie vor deutlichen Aufschlag gegenüber WTI. Derweil hat sich der Bitcoin von seinem Schwächeanfall am Donnerstagnachmittag erholt und notiert wieder jenseits der 80'000 Dollar-Marke. Das allgemein schwache Marktumfeld für Technologiewerte hatte die älteste Kryptowährung am Vortag vorübergehend in Mitleidenschaft gezogen.

Gegen 08.15 Uhr berechnet Julius Bär den vorbörslichen SMI um 0,25 Prozent höher bei 14'385 Punkten. Dabei werden von den 20 Einzelwerten alle bis auf die beiden Pharmaschwergewichte höher gestellt. Für den SMIM der mittelgrossen Werte indiziert die Bank ein Plus von 0,34 Prozent.

Erholung im Techsektor erwartet

Nach den zum Teil deutlichen Vortagesverlusten deutet sich vor allem bei den Technologie- und KI-nahen Werten eine Erholung an. Unter den SMI-Titeln gewinnen damit Logitech und ABB mehr als 1 Prozent hinzu. In den folgenden Reihen werden VAT, AMS Osram, Comet und Inficon um bis zu 2,0 Prozent höher gestellt.

Als hilfreich werten Börsianer auch die Aussagen von Nvidia-Chef Jensen Huang. Mit Blick auf das in die Schlagzeilen geratene Unternehmen Coreweave wies er die Bedenken wegen dessen Finanzlage zurück.

Mit deutlichen Gewinnen von 0,8 Prozent werden auch Nestlé erwartet, nachdem JPMorgan das Rating für die Papiere auf «Overweigt» erhöht hat. Die zuständige Expertin geht davon aus, dass 2027 ein besonders erfolgreiches Jahr für den Nahrungsmittelkonzern werde und er seine mittelfristigen Wachstums- und Margenziele erreichen sollte.

Weniger gefragt sind derweil die anderen beiden Schwergewichte Roche und Novartis, die vorbörslich um 0,5 Prozent tiefer gestellt werden. Sie haben den Investoren in den vergangenen Tagen als sicherer Zufluchtsort gedient, so dass mit der etwas aufgehellt Stimmung im Techsektor nun Gewinne eingestrichen werden dürften.

hr/ra

(AWP)