Vor allem der deutliche Anstieg der US-Renditen belastet die Stimmung. Überraschend starke Konjunkturdaten haben die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank verstärkt. Zugleich notiert der Ölpreis der Sorte Brent am Morgen bei rund 103 Dollar je Fass und damit wieder klar im dreistelligen Bereich.

Hierzulande steht am Vormittag die Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank an. Die Experten sind sich weitgehend einig damit, dass die SNB ihren Leitzins unverändert bei null Prozent belässt. Trotz des jüngsten Inflationsanstiegs gilt der unmittelbare Handlungsdruck als gering, da die Teuerung weiterhin innerhalb des Zielbandes liegt.

Daneben richten sich die Blicke nach Washington: US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping treffen sich am Donnerstag zu Gesprächen, bei denen unter anderem Handel, Technologie und weitere Streitpunkte auf der Agenda stehen dürften. Auch der Nahostkonflikt bleibt ein Unsicherheitsfaktor für die Märkte. Iran hat eine weitergehende Öffnung der Strasse von Hormus unter anderem an eine Lockerung des militärischen Drucks und der Beschränkungen gegen iranische Häfen geknüpft.

SMI-Titel im Minus erwartet

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI gegen 8.10 Uhr 0,41 Prozent tiefer bei 13'865 Punkten. Damit würde die Marke von 14'000 Punkten, die am Vortag noch kurzzeitig überschritten worden war, zunächst wieder etwas in die Ferne rücken. Der Mid-Cap-Index SMIM wird vorbörslich 0,38 Prozent tiefer bei 3109 Punkten gestellt.

Sämtliche Blue Chips werden tiefer indiziert: Am stärksten geben Logitech (-1,5 Prozent) vorbörslich nach, die seit Wochenbeginn deutlich zugelegt hatten. Auch Nestlé (-0,7 Prozent) stehen unter Druck. UBS (-0,5 Prozent) zeigen sich vergleichsweise unauffällig, nachdem die Titel am Vortag unter die Marke von 40 Franken gerutscht waren. Der Ständerat hatte sich am Mittwoch für eine deutliche Verschärfung der Eigenmittelvorschriften für die Grossbank ausgesprochen.

Auch in den hinteren Reihen dominiert klar die rote Farbe. Kursbewegende Unternehmensnachrichten sind derweil dünn gesät. Am stärksten geben vorbörslich AMS Osram (-0,7 Prozent) nach, nachdem die Titel am Vortag noch zweistellig gewonnen hatten.

an/ys

(AWP)