Die Schlüsselfrage an den Märkten bleibt aber jene nach den Zinsen und somit nach der künftigen Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken. Am Vortag hatten Inflationsdaten aus Deutschland die Zinssorgen weder geschürt noch gemildert. Am Berichtstag steht nun die Inflationsrate aus dem gesamten Euroraum auf der Agenda, die laut Ökonomen erneut leicht gesunken sein dürfte. Noch wichtiger dürfte am Freitag die Publikation des monatlichen US-Arbeitsmarktberichtes sein. Zuletzt hatten eher schlechte Makrodaten aus den USA Hoffnungen auf eine Zinspause des Fed im September geweckt.

Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI notiert um 08.15 Uhr 0,44 Prozent höher auf 11'138,96 Punkten. Sämtliche 20 SMI-Werte werden vorbörslich höher gestellt, wobei das Gros der Titel zwischen +0,2 Prozent und 0,4 Prozent zulegt.

Positive Ausreisser sind die UBS-Aktien (+2,9 Prozent), welchen am Berichtstag die ganze Bühne gehört. Die Grossbank hat dank der Übernahme der Credit Suisse im zweiten Quartal 2023 einen Rekordgewinn erzielt. Da der Kaufpreis für die ehemals zweitgrösste Schweizer Bank deutlich unter dem Buchwert lag, konnte die UBS einen sogenannten negativen «Goodwill» in Milliardenhöhe verbuchen. Nun integriert sie das Schweiz-Geschäft der CS vollständig. Die UBS-Papiere hatten sich schon in den letzten Wochen stark entwickelt.

Bei den anderen SMI-Titeln schneiden vorbörslich Zykliker wie ABB, Holcim oder Kühne+Nagel besser ab als defensive Titel wie Swisscom oder die Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche.

Am breiten Markt richtet sich die Aufmerksamkeit auf Dormakaba nach der Publikation der Jahreszahlen 2022/23. Diese kommen vorbörslich gut an (+2,2 Prozent).

rw/tv

(AWP)