Am Markt wird aktuell erwartet dass die US-Notenbank ihre Zinserhöhungspause fortsetzt. Wichtiger noch: eine mögliche Zinssenkung im Mai 2024 erachten Marktteilnehmer als durchaus möglich. Und hier droht denn auch das grösste Enttäuschungspotenzial: Die Währungshüter könnten jene Marktteilnehmer, die auf taubenhafte, also lockere Töne hoffen, nicht zufriedenstellen. Vielmehr dürften sie höchstwahrscheinlich an ihrer Haltung festhalten, die Zinsen längerfristig hoch zu halten. Derweil werden die jüngsten Daten aus Japan als positiv gewertet. Dort deutet die vierteljährliche Tankan-Umfrage der Bank of Japan ein verbessertes Geschäftsvertrauen bei den grossen Herstellern an.
Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI notiert gegen 08.15 Uhr um 0,09 Prozent höher bei 11'160,67 Punkten. Die 20 SMI-Werte gewinnen zwischen 0,1 und 0,2 Prozent hinzu. Einzige Ausnahme sind Richemont, die gegen den Trend verlieren.
Die Nachrichtenlage ist mittlerweile stark ausgedünnt. Beim Luxusgüterkonzern Richemont (-0,4 Prozent) stehen teilweise positiv bewerteten asiatischen Konjunkturdaten weitere vorsichtige Analystenkommentare gegenüber. So haben sich auch JPMorgan und Julius Bär eher vorsichtig über die weiteren Aussichten geäussert. Auch beim Branchenkollegen Swatch (-0,6 Prozent) hegen die JPMorgan-Experten Zweifel für die weiteren Aussichten.
Beim Sensorenhersteller AMS Osram (+0,3 Prozent auf 1,96 Fr.) sorgt der erfolgreich abgeschlossene Finanzierungsplan zunächst für etwas Unterstützung. Ein auf 2 Franken halbiertes Kursziel von Bernstein wird entsprechend ausgeblendet. Trotz einer gewissen Normalisierung bei den Lagerabbauten in der Automobilindustrie rechnet die zuständige Analystin beim Halbleiterkonzern für 2023 nur mit einer bescheidenen Verbesserung.
hr/tv
(AWP)