Die Gründe dafür war neben den Negativnachrichten des Indexschwergewichts Novartis die neuerliche Eskalation im Nahen Osten, welche den Ölpreis wieder über die 100-US-Dollar-Marke hochschnellen liess. Auch aktuell notiert der Preis für ein Fass der Sorte Brent über dieser Marke, hat aber in der Nacht immerhin nicht noch mehr zugelegt. Zuletzt ist es örtlichen Medienberichten zufolge im Iran im Bereich der Strasse von Hormus allerdings erneut zu Explosionen gekommen.

Nicht für eine klare Gegenbewegung spricht am Donnerstagvormittag aber auch die Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die am frühen Nachmittag ansteht - und in deren Vorfeld sich die Investoren zurückhalten dürften. Angesichts der hartnäckigen Inflation wird am Markt überwiegend mit einer Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte gerechnet. Besonders interessieren nun Aussagen zum künftigen Zinspfad.

Die US-Vorgaben sprechen ebenfalls gegen eine deutliche Gegenbewegung. Immerhin haben jedoch der breite Dow Jones und die techlastige Nasdaq am Vorabend nach dem europäischem Handelsschluss ihre Verluste etwas eingegrenzt - womit die Vorgaben leicht positiv sind. Das neue faltbare iPhone, das Apple am Abend vorstellte, löste am Markt keine grossen Sprünge aus.

Zumeist zwischen 0,1 und 0,2 Prozent im Plus

Die Bank Julius Bär berechnet den Swiss Market Index gegen 08.10 Uhr um 0,18 Prozent höher bei 13'830 Punkten. Auch der breite SMIM zieht vorbörslich um 0,26 Prozent auf 3053 Punkte an.

18 der 20 SMI-Titel notieren im Plus, wobei das Gros aber nur zwischen 0,1 und 0,2 Prozent zulegt.

News von den Unternehmen liegen nur wenige vor. Roche (vorbörslich +0,2 Prozent) hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA eine beschleunigte Prüfung für das Medikament Enspryng zur Behandlung der seltenen Autoimmunerkrankung Mogad erhalten.

Novartis (+0,2 Prozent) bestätigen derweil die Bodenbildung vom Vortag, als es nach dem Kurssturz vom Montag und Dienstag nach Studienmisserfolgen nur noch um 0,1 Prozent abwärts ging.

Auffällige Kursveränderungen gibt es bei den Blue Chips bei ABB (+0,7 Prozent) und Alcon (-1,3 Prozent).

Am breiten Markt sorgen Analysteneinschätzungen vorbörslich für Bewegung. So ziehen Adecco (+2,1 Prozent), Bachem (+2,1 Prozent) und Galderma (+1,1 Prozent) nach positiven Kommentaren etwas stärker an.

rw/ra

(AWP)