Neben den Wirtschaftsproblemen in China rücken bei den Anlegern verstärkt auch wieder Zinsängste in den Vordergrund, heisst es im Handel. "Der weltweite Ausverkauf verstärkte sich gestern, nachdem das am Mittwoch veröffentlichte FOMC-Protokoll deutlich machte, dass die Federal Reserve (Fed) weiterhin erhebliche Inflationsrisiken sieht", kommentiert eine Händlerin. Gleichzeitig habe der Aufwärtsdruck auf die Renditen in den USA und weltweit angehalten, was ebenfalls belaste.

Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI verliert gegen 08.20 Uhr 0,28 Prozent auf 10'856,10 Punkte. Sämtliche 20 SMI-Aktien werden tiefer indiziert. Für den Leitindex zeichnet sich nach bisher zwei Tagen mit deutlichen Verlusten und zwei Tagen mit minimalen Gewinnen eine klar negative Wochenbilanz ab.

Mit einem Minus von 1,0 Prozent zeichnen sich bei Geberit die grössten Verluste ab. Nach den enttäuschenden Zahlen vom Vortag reagieren nun zahlreiche Analysten mit angepassten Prognosen und entsprechend gesenkten Kurszielen.

Derweil reagieren Novartis (-0,2%) zunächst kaum auf die Details zum geplanten Spin-Off der Tochter Sandoz. Am 4. Oktober wird die Generikasparte voraussichtlich an die Börse kommen.

Das eigentliche Nachrichtenaufkommen findet in den hinteren Reihen statt. Dort sind Emmi (+2,3%) und PSP (+1,2%) nach Zahlen zunächst gesucht. Klar abwärts geht es hingegen für U-blox (-7.5%) nach Zahlen und einer gesenkten Guidance.

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