Die Agenda gibt zu Wochenschluss abgesehen vom Ölpreis und den US-Börsen kaum Impulse her. Im Fokus bleibt wohl auch die weitere Nachlese der Entscheidung der US-Notenbank Fed, die ihre erste Zinserhöhung seit drei Jahren vollzogen hat. Dazu ist heute noch grosser Verfallstag - «Hexensabbat». Dann laufen an der Terminbörse Futures und Optionen auf Aktienindizes und Einzelaktien aus. Dabei kann es bei grossen Umsätzen zu heftigen Kursschwankungen kommen.
Kühne+Nagel und Swisscom letztmals im SMI
Bei der Bank Julius Bär notiert der Leitindex SMI im vorbörslichen Handel gegen 8.10 Uhr um 0,30 Prozent tiefer bei 13'905 Punkten. Die überwiegende Mehrheit der Blue Chips notiert zwischen 0,1 und 0,3 Prozent tiefer. Den SMIM mittelgrosser Werte taxiert die Bank um 0,12 Prozent höher.
Ihre zumindest vorläufige «Dernière» im SMI erfahren die Papiere des Logistikkonzerns Kühne+Nagel (-0,2 Prozent) und jene der Swisscom (-0,1 Prozent). Sie werden kommenden Montag im Leitindex durch Galderma (-0,2 Prozent) und Sandoz (+2,3 Prozent) ersetzt.
Der Generikakonzern konnte mit positiven News aufwarten. So hat er einerseits in Kanada die Marktzulassung für ein Generikum des Diabetesmittels Semaglutid erhalten. Und mit einer Partnerschaft für ein Emicizumab-Biosimilar wurde das erste Medikament gegen Hämophilie in die Pipeline geholt.
Nestlé im Fokus
Die ganz grossen Schlagzeilen gehören derweil dem Nahrungsmittelmulti Nestlé, dessen Papiere sich um 0,2 Prozent verbilligen. Russland hat einige Gesellschaften in dem Land unter vorübergehende Fremdverwaltung gestellt. Die Anteile bleiben formal bei Nestlé, das Unternehmen verliert aber zunächst die Kontrolle über die Beteiligungen. Analysten schätzen, dass Russland etwas mehr als 1 Prozent zum Konzernumsatz beiträgt.
Amrize werden 0,7 Prozent tiefer gestellt. Jefferies hat das Kursziel für den Baustoffkonzern auf 30,60 Franken gesenkt. Dieses liegt etwas unter dem zuletzt bezahlten Kurs von 31,82 Franken.
Im breiteren Markt ziehen Leonteq um deutliche 3,9 Prozent an. Beim Derivatespezialisten hat der Grossaktionär Rainer-Marc Frey seinen Anteil auf knapp 30 Prozent aufgestockt. Er übernimmt die verbleibenden Titel der Bank Raiffeisen, die sich als Leonteq-Aktionärin zurückzieht.
ra/to
(AWP)
