Gegen 9.20 Uhr sacken die Titel um 6,2 Prozent auf 31,03 Franken ab und sind damit nicht mehr weit von ihrem Allzeittief von Anfang Oktober bei 29,85 Franken entfernt. Das Jahresminus summiert sich mittlerweile auf fast 30 Prozent. Der SMI schwingt sich indes zu neuen Höhen auf und rangiert mit plus 0,9 Prozent erstmals über 14'700 Zählern.

RBC zufolge dürften sich die «Bären» am Markt auf die zweite EBITDA-Prognosesenkung in Folge konzentrieren. Negativ sei auch der Margen-Kollaps im Bereich Building Envelope um 410 Basispunkte. Und auch die neue tiefere Guidance lasse für das vierte Quartal nur wenig Raum für Fehler. Die «Bullen» könnten immerhin das erste positive Quartal mit Blick auf die Zementpreisentwicklung anführen. Bereits vor den Zahlen hatten die Analysten ihr Kursziel gesenkt, auf die Risiken durch massive Wechsel in der Führungsetage verwiesen und angemerkt, dass Amrize dringend seine Versprechen erfüllen müsse, um nicht das Vertrauen der Märkte zu verspielen.

Die Bank Vontobel kürzt das Kursziel in einer ersten Reaktion auf 40 von 46 Franken. Die Prognosesenkung sei eigentlich zu erwarten gewesen, angesichts der schwachen Baunachfrage und der steigenden Energiekosten, so die Analysten. Dennoch falle die EBITDA-Kürzung grösser aus als erwartet und dürfte entsprechend klar negativ aufgenommen werden. Die robuste Preisentwicklung sei aber ermutigend für die Entwicklung im kommenden Jahr. Die Kaufempfehlung bleibt denn auch bestehen.

Ebenso hält die ZKB an ihrem positiven Rating fest, trotz der verfehlten Erwartungen. Denn die tiefe Bewertung der Aktie und der Abschlag gegenüber den US-Konkurrenten nehme bereits einiges an Negativem vorweg, so die Experten.

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(AWP)