Konkret nahm der Umsatz um 8,6 Prozent auf 3,49 Milliarden US-Dollar zu, wie das vor gut einem Jahr von Holcim abgespaltene Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Organisch lag das Wachstum bei 6,7 Prozent. Dazu habe die Nachfrage nach Grossprojekten in den Bereichen Rechenzentren, Infrastruktur und Energie beigetragen, wird in der Mitteilung CEO Jan Jenisch zitiert. Geholfen haben aber auch Preiserhöhungen.

Die grössere Sparte Building Materials steigerte die Verkäufe um 8,2 Prozent auf 2,45 Milliarden Dollar und die kleinere, Building Envelope, die auf Dachausrüstungen spezialisiert ist, gar um 9,4 Prozent auf 1,05 Milliarden. Amrize begründet das starke Wachstum von Building Envelope insbesondere mit einem Volumenwachstum, welches das Marktwachstum übertroffen habe.

Der höhere Umsatz stütze auch die Gewinnziffern. So legte der um Sonderkosten bereinigte operative Gewinn (Adj. EBITDA) um 5,8 Prozent auf 986 Millionen Dollar zu und das Reinergebnis um 14,4 Prozent auf 476 Millionen. Die Ergebnisse wurden einerseits von höheren Preisen für Zuschlagstoffe und andererseits durch die Einsparungen des Programms «Aspire» gestützt.

Dass die operative Marge um 0,8 Prozentpunkte auf 28,0 Prozent zurückfiel, führt Amrize auf die wegen der höheren Ölpreise steigende Inflation zurück, was sich etwa in höheren Frachtkosten niederschlägt.

Als Quartalsdividende soll wie schon für das Startquartal ein Betrag von 0,11 Dollar je Aktie ausgeschüttet werden.

Umsatzprognose erhöht, Gewinnprognose gesenkt

Der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wird angepasst. Neu peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 12,5 und 12,7 Milliarden Dollar an, bisher lag die Prognose im Bereich von 12,29 bis 12,52 Milliarden. Die Vorhersage für den bereinigten EBITDA wird dagegen gesenkt auf neu 3,1 bis 3,2 Milliarden Dollar. Zuvor wurde ein Wert zwischen 3,25 und 3,34 Milliarden in Aussicht gestellt. Die angepasste Prognose widerspiegle einerseits die gestiegene Nachfrage und andererseits die höhere Inflation.

Darüber hinaus sieht sich das Unternehmen mit dem Kostenprogramm «Aspire» auf gutem Weg. So sollten damit im laufenden Jahr insgesamt Einsparungen von 80 Millionen Dollar erzielt werden.

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(AWP)