AMS Osram legen am Montag gegen 11.30 Uhr 18 Prozent auf 20,28 Franken zu in einem freundlichen Gesamtmarkt. Über 20 Franken kosteten sie zuletzt Anfang Juni; das bisherige Jahreshoch liegt bei 23,85 Franken am 26. Mai 2026. Im Vergleich zu Ende 2025 ist die Aktie aktuell rund zweieinhalbmal so viel wert.
AMS hat eigenen Angaben zufolge einen technologischen Durchbruch bei Dünnschicht-VCSELs für den Ausbau von KI erzielt. An der Fachkonferenz ECOC 2026 in Málaga will die Gesellschaft gemeinsam mit dem Partner BizLink eine steckerbasierte Multicore-Faserlösung demonstrieren.
Die UBS bewertet die Nachricht aus folgenden Gründen positiv: Der Ausbau des Ökosystems für Micro-Array-Verbindungen signalisiere Fortschritte auf dem Weg zur Kommerzialisierung, insbesondere im Bereich der Glasfaser, einer zentralen Herausforderung. Dies und das neue Dünnschicht-VCSEL-Produkt eröffneten den Zugang zu anderen Architekturen, wobei sich VCSEL als konkurrierender «Slow-and-Wide»-Ansatz zu MicroLED herauskristallisiere.
AMS Osram biete mit Abstand das grösste Aufwärtspotenzial im globalen Halbleitersektor, heisst es zudem von Jefferies. Die Branche suche nach stromsparenden Alternativen zu den derzeit verwendeten Indiumphosphid-Lasern mit hohem Stromverbrauch. Welche der Technologien sich letztendlich durchsetzen wird, sei zwar noch unklar.
Durch das Angebot beider Alternativen (Micro-LEDs und Micro-VCSELs) sei AMS Osram jedoch einzigartig positioniert, um vom Wachstum der Branche und von neuen «Scale-up», «Scale-out» und «Scale-in»-Anwendungen zu profitieren. Und zwar unabhängig davon, welche Technologie zum Einsatz kommt, so die Analysten von Jefferies. An der ECOC 2026 würden AMS-CEO Aldo Kamper und ein neuer Mitarbeiter teilnehmen, den das Unternehmen Nvidia abgeworben habe.
ys/ra
(AWP)
