Die Anzeichen für eine Belebung der Industrie verdichten sich, so das Fazit aus dem von Raiffeisen monatlich erhobene KMU-PMI. Der Gesamtindex ging im September zwar auf 54,5 um 0,4 Punkte zurück, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Der Index liegt damit aber den dritten Monat in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Der Gesamtindex signalisiere damit eine ähnlich kräftige Expansion wie im August. Allerdings schlage sich die bessere Auftragslage angesichts des Kostendrucks noch nicht in den Gewinnmargen nieder. Die Erholung stehe also erst am Anfang.

Die meisten Komponenten hätten nur geringfügig nachgegeben, schreibt Raiffeisen Schweiz. Dies gelte auch für die beiden am stärksten gewichteten Komponenten, den Auftragseingang und die Produktion. Beide Teilindizes verblieben trotz der Abschwächung bei über 56 Punkten.

Teilindex Beschäftigung erstmals seit März im Wachstumsbereich

Gar über 57 Punkten hielt sich der Subindex Lieferfristen, was weiterhin auf eine Verlängerung der Lieferfristen hindeutet. Und die Beschäftigungskomponente ist erstmals seit März wieder über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten geklettert, wenn auch knapp.

Insgesamt erhärte der weiterhin robuste Raiffeisen KMU PMI das Bild einer allmählichen Industrieerholung, heisst es. Erste Aufwärtssignale habe es zwar bereits zu Jahresbeginn gegeben. Der Iran-Konflikt habe die beginnende Erholung mit den höheren Energiepreisen und neuen Lieferengpässen aber auszubremsen gedroht. Bislang hielt die Industrie diesen Belastungen jedoch stand.

Damit die Erholung auch bei den Gewinnmargen ankomme, müsse die positive Auftragsdynamik indes andauern.

cf/cg

(AWP)