Neu rechnen die Ostschweizer mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau von rund 625 Millionen Franken und einem operativen Gewinn EBITDA von rund 50 Millionen, wie es am Montag in einem Communiqué hiess. Bis dato hatte Arbonia ein Umsatzwachstum um 3 bis 5 Prozent sowie ein EBITDA auf Vorjahresniveau (57,3 Mio) in Aussicht gestellt.

Grund für die tiefere Prognose sei insbesondere die langsamer als erwartete Umsatznormalisierung im deutschen Geschäft. Das Marktumfeld habe sich seit Mitte des Jahres nochmals abgeschwächt. Die Nachfrage im Neubau- und Renovationsmarkt sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Zudem hätten geopolitische Spannungen die Material- und Frachtkosten wieder erhöht.

Solide Entwicklung in anderen Märkten

In den übrigen europäischen Märkten entwickelt sich das Geschäft laut Arbonia dagegen solide bis sehr gut. Für die Gesellschaften ausserhalb der deutschen Tochter Garant erwarte der Konzern eine EBITDA-Steigerung von mehr als 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Immerhin: Bei Garant hätten sich die operativen Prozesse nach der SAP-/ERP-Einführung stabilisiert. Auch die Geschäftseinheit Glaslösungen entwickle sich insgesamt positiv. In einzelnen deutschen Marktsegmenten sei der Auftragseingang hingegen verhaltener und der Wettbewerbs- und Preisdruck habe zugenommen.

Arbonia gibt mit einem bereits früher eingeleiteten Sparprogramm Gegensteuer. Mit diesem wollen die Thurgauer ab 2027 jährliche Einsparungen von mindestens 5 Millionen Franken erzielen. Dazu gehören Personalanpassungen sowie schlankere Führungsstrukturen.

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(AWP)