Das Sonderziehungsrecht ist ein vom IWF eingeführtes Reserveguthaben, das allen Mitgliedsstaaten zusätzlichen finanziellen Spielraum verschafft. Zuletzt hatte Argentinien bereits Kredite bei der Lateinamerikanischen Entwicklungsbank (CAF) und in China aufgenommen, um seinen Verpflichtungen gegenüber dem IWF nachzukommen. Die zweitgrösste Volkswirtschaft Südamerikas steht bei dem Währungsfonds mit rund 44 Milliarden US-Dollar in der Kreide.
Argentinien steckt seit Jahren in einer schweren Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Inflationsrate liegt bei 115 Prozent. Das Land leidet unter einem aufgeblähten Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer grossen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht. Die Landeswährung Peso wertet gegenüber dem US-Dollar immer weiter ab, der Schuldenberg wächst ständig./dde/DP/jsl