Evonext bestätigte am Montagabend «fortgeschrittene Gespräche über eine Reverse-Merger-Transaktion» mit der Firma. Davor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf Insider darüber berichtet.

Für die bisherigen Evonext-Aktionäre sei eine Bewertung von 2,50 Franken je Aktie vorgesehen. Die Evonext-Aktie hatte am Montag um knapp ein Drittel zugelegt und bei 2,65 Franken geschlossen.

Ein verbindlicher Vertrag liege noch nicht vor, hiess es allerdings. Evonext werde den Markt über wesentliche Entwicklungen informieren.

Umsatzschätzung: 40 bis 50 Millionen

Ascend ist laut den Angaben ein profitables Schweizer Sporttechnologie-Unternehmen mit KI-gestützten Hardware-, Software- und Datenlösungen für Rechteinhaber, Sponsoren und Broadcaster. Laut Bloomberg ist das in Kriens ansässige Unternehmen konkret auf Sportmarketing und digitale Werbung an Stadionumrandungen spezialisiert.

Wie die «Finanz und Wirtschaft» kürzlich schrieb, hat das Unternehmen sämtliche Werbebanden für die Stadien der Fussball-Weltmeisterschaft geliefert. Sie sei dafür verantwortlich gewesen, dass die Botschaften von Coca-Cola, Visa und Adidas störungsfrei über die LED-Bildschirme am Spielfeldrand flackerten. Der Umsatz des Unternehmens wurde im Bericht auf 40 bis 50 Millionen Franken geschätzt.

Im Bericht vom Juli war zudem bereits ein möglicher Börsengang an der SIX ein Thema. Gründer und CEO Bernard de Roos sagte dazu: «Mit Schweizer Wurzeln und internationaler Tätigkeit ist die Schweizer Börse ein naheliegender Referenzpunkt.»

Das Unternehmen ist laut der «FuW» mehrheitlich im Besitz der Gründer. Daneben hielten die Beteiligungsboutique Arven, das deutsche Family Office Lennertz & Co. sowie der Private-Equity-Arm der Genfer Kantonalbank Anteile.

Evolva respektive Evonext ist seit längerem auf der Suche nach einer Firma für einen Reverse Takeover. 2025 seien mehrere Transaktionen geprüft worden, hiess es im April.

ls/rw

(AWP)