Europas aktivster Vulkan stösst bereits seit Freitag grosse Mengen Asche und glühende Gesteinsbrocken aus. Aus zwei Schloten in 2.360 Metern und 2.750 Metern Höhe drangen nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) dicke Lavaströme nach draussen. Zuletzt bildeten sich zwei weitere neue Lavaströme, die aus dem grossen Vulkan herausflossen.

Flüge gestrichen und umgeleitet

Der Flugbetrieb ist inzwischen schon den sechsten Tag in Folge beeinträchtigt. Die Behörden entscheiden je nach Windrichtung und Asche-Konzentration über Sperrungen, oft auch sehr kurzfristig. Komplett gesperrt ist der Luftraum seit wenigen Tagen. Mitten in der Hauptreisezeit, wenn auch viele Urlauber aus dem Ausland auf Sizilien sind, sorgt der jüngste Ausbruch für grosse Probleme.

In Catania können aus Sicherheitsgründen keine Maschinen mehr landen oder starten. Für viele Urlauber bedeutet das Umbuchungen, lange Wartezeiten und zusätzliche Fahrten quer durch Sizilien oder mit dem Zug ans italienische Festland inklusive Fährfahrt. Aus Catania aber überhaupt wegzukommen, gestaltete sich in den vergangenen Tagen aber für viele Urlauber kompliziert.

Auswirkungen auch auf Malta

Die Betreibergesellschaft des Flughafens rief Passagiere auf, den Status ihres Fluges bei der jeweiligen Airline zu prüfen. Die Fluggesellschaft Ryanair etwa informierte ihre Fluggäste über erhebliche Verspätungen, Flugausfälle und Umleitungen. Betroffen sind damit auch Verbindungen zwischen Catania und deutschen Flughäfen. Auch Easyjet bietet solche Verbindungen an.

Die Auswirkungen reichen inzwischen über Sizilien hinaus. Auch am Flughafen des kleinsten EU-Landes Malta wurden einem Bericht der «Times of Malta» zufolge wegen der Aschewolke am Dienstag 19 Flüge gestrichen, weitere Ausfälle gab es auch am Mittwoch. Mehrere Flugzeuge mussten demnach ihre Flugrouten ändern. Der kleine Inselstaat Malta liegt südlich von Sizilien./rme/DP/mis

(AWP)