Dazu zählen insbesondere die ABB-Aktien, die um 9.45 Uhr 3,5 Prozent einbüssen. Der Technologiekonzern hatte in letzter Zeit stark von den hohen Investitionen in Rechenzentren profitiert. Ähnliches gilt für das Zürcher Oberländer Unternehmen Belimo (-3,6 Prozent), das Gebäudeinfrastruktur für Data Center herstellt, den Stromgeneratorenhersteller Accelleron (-3,6 Prozent) oder den Verkabelungsspezialisten Huber+Suhner (-2,2 Prozent).
Stark bergab geht es ausserdem mit den Zulieferern für die Chip-Industrie, konkret VAT (-5,1 Prozent), Inficon (-5,0 Prozent) oder Comet (-6,8 Prozent).
KI «verlangsamen»
Er sei besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, schrieb Anthropic-Chef Dario Amodei am Samstag. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen.
Amodei bekam mit dieser Meinung prominente Rückendeckung, etwa von Tesla-Chef Elon Musk und dem Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman. Dieser gab zudem eine Absage an einen schnellen Börsengang seines Unternehmens, das im laufenden Jahr wohl nicht mehr an die Börse gehen werde.
«Es stellt sich nun die Frage, ob ein vorsichtigeres Entwicklungstempo bei KI die Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bremsen und damit die hohen Gewinnerwartungen der Branche gefährden könnte», kommentierten am Morgen die Experten der LBBW. Die Nachfrage nach Rechenleistung und Infrastruktur bleibe hoch, doch gerade wegen ihrer Bewertung seien Technologiewerte anfällig für Zweifel an den gewaltigen Investitionssummen.
Dies hatte in der Nacht schon die technologielastigen Börsen in Asien belastet. Vor allem die Börse in Seoul mit den Aktien von SK Hynix und Samsung litt darunter. Der dortige Hauptindex Kospi gab um mehr als 3 Prozent nach.
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(AWP)
