Der MDax-Konzern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr Opfer eines grossangelegten Betrugs, bei dem der Schaden auf fast 200 Millionen Euro beziffert wurde. Aurubis geht davon aus, dass manipulierte Proben mit hohen Gehalten wertvoller Metalle abgegeben wurden, die Lieferungen dann aber deutlich weniger wertvolle Metalle enthielten - wodurch letztlich überhöhte Rechnungen bezahlt wurden. Zuvor war im Juni bekannt geworden, dass eine Diebesbande edelmetallhaltige Zwischenprodukte bei dem Unternehmen gestohlen haben soll.
Das könnte nun auch Folgen für die Chefetage des Unternehmens haben, an dem der Stahlkonzern Salzgitter beteiligt ist. Personelle Konsequenzen drohen. «Der Aufsichtsrat kann derzeit weder ausschliessen, dass die amtierenden Vorstandsmitglieder unverändert ihr Amt fortführen, noch kann er ausschliessen, dass es zu einer vorzeitigen Trennung von einzelnen oder mehreren Vorstandsmitgliedern kommt beziehungsweise der Vorstand umstrukturiert wird», hatte das Unternehmen am Dienstag nach einer Sitzung des Aufsichtsgremiums mitgeteilt. «Er wird hierüber voraussichtlich im Januar oder Anfang Februar 2024 beschliessen.»/mis/stk
(AWP)