Das Pharmaunternehmen veröffentlicht am Dienstag, 27. Oktober, die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026. Insgesamt haben elf Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

Q3 2026
(in Mio USD)        AWP-Konsens  Q3 2025  

Umsatz Gruppe         14'441     13'909
EBIT (core)            5'611      5'460
- Marge ( Prozent)             38,9       39,3
Reingewinn (core)      4'335      4'330

(in USD)
EPS (core)              2,29       2,25

Gibt es besonders spannende Themen?

Nach den jüngsten Forschungsrückschlägen wird es bei der Vorlage der Quartalszahlen noch stärker als sonst darauf ankommen, dass die üblichen Wachstumstreiber wie Cosentyx oder Scemblix geliefert haben. Investoren werden sich zudem noch weitere Informationen zu den Misserfolgen wünschen.

Wie der zuständige Analyst von Goldman Sachs in seinem Ausblick festhält, sei mit den Pipeline-Enttäuschungen der vergangenen Wochen auch die Glaubwürdigkeit des Managements angekratzt worden. Um diese zurückzuerlangen, dürfte aber voraussichtlich der Kapitalmarkttag im November der geeignetere Rahmen sein. Dennoch dürften Aussagen zur Pipeline und der anstehenden Patenklippe erneut ein zentrales Thema sein.

Was ist von den Zahlen zu erwarten?

Was die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal betrifft, rechnet die Analystenschar damit, dass Novartis die eigene Zielsetzung erfüllen wird. In den vergangenen Quartalen hatten die ersten Biosimilar für das Milliardenmittel Entresto ihre Spuren hinterlassen. Zudem hatte Novartis-Chef Vas Narasimhan immer betont, dass die erste Jahreshälfte die schwächere sein werde, und dass vor allem das zweite Semester ausschlaggebend dafür sei, die Guidance zu erfüllen. Diese sieht im zweiten Semester ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich vor und beim operativen Kernergebnis einen Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.

Worauf ist noch zu achten?

Bei der UBS hebt der zuständige Analyst zwei Unsicherheitsfaktoren hervor. Bestandsveränderungen im zweiten Quartal hatten Novartis dazu veranlasst, vor der Einführung eines neuen IT-Systems mehr Waren in den Vertrieb zu liefern. Dies trug im zweiten Quartal 1 Prozentpunkt zum Wachstum bei, was sich voraussichtlich im dritten Quartal wieder ausgleichen werde.

Ebenso gab Novartis im vorangegangenen Quartal bekannt, dass ein Teil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf das dritte Quartal verschoben wurde, was zu einer zeitlichen Verschiebung der Kosten führt.

Wie steht es um die Jahresziele?

Im Sommer hatte Novartis die bisherige Zielsetzung bestätigt. Zu konstanten Wechselkursen peilt das Management ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich an. Für den operativen Kerngewinn wird ein Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet.

Einige Analysten halten es im Vorfeld der Zahlen nun aber für möglich, dass der Konzern sein Gewinnziel (Core EBIT) anhebt.

Wie geht es dem Aktienkurs?

Mit einem Plus von rund 18 Prozent seit Jahresbeginn gehören die Novartis-Titel zu den stärksten Blue Chips - und dies trotz der kurzzeitig brutalen Marktreaktion auf die Forschungs-Flops. In der gleichen Zeit hat der SMI eine Zunahme um etwa 10 Prozent verzeichnet. Bereits im Jahr 2025 entwickelten sich die Papiere überdurchschnittlich.

Website: www.novartis.com

hr/hs

(AWP)