Der Generikakonzern Sandoz präsentiert die Ergebnisse zum ersten Semester 2026 am Mittwoch, 5. August. Insgesamt haben neun Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
H1 2026 (in Mio USD) AWP-Konsens H1 2025 Nettoumsatz 5'752 5'232 - Generika 3'908 3'736 - Biosimilars 1'850 1'496 EBITDA (Core) 1'189 1'046 - Marge ( Prozent) 20,7 20,0 Nettogewinn (Core) 752 635
Welche Themen stehen im Fokus?
Nachdem Sandoz im ersten Quartal noch Gegenwind im Penicillin-Geschäft gespürt hatte, wird die weitere Entwicklung hier durchaus Beachtung finden. In ihren Kommentaren vor den Halbjahreszahlen zeigen sich die meisten Analysten aber überzeugt, dass es sich hierbei um eine vorübergehende Delle handelt. Sie verweisen dabei einstimmig auf die jüngsten Aussagen des Managements, das den jüngsten Preisrückgang bei Penicillin-Wirkstoffen ebenfalls als vorübergehend bezeichnete und ihn auf zollbedingte Lieferverwerfungen zurückzuführte. Zudem hatte das Management selbst angekündigt, dass dieser Gegenwind im zweiten Quartal bereits kleiner ausfallen und in der zweiten Jahreshälfte ganz verschwinden werde.
Was ist von den Zahlen zu erwarten?
Insgesamt dürfte Sandoz weiter gewachsen sein. Allerdings hatte das Management auch hier bereits deutlich gemacht, dass das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich stärker als in den ersten sechs Monaten ausfallen dürfte. Auch dies ist zum Teil der Schwäche mit den Penicillin-Wirkstoffen geschuldet.
Worauf ist noch zu achten?
Während die Zahlen durchaus wichtig sind, um einen Eindruck darüber zu bekommen, ob Sandoz die eigenen Ziele erfüllen wird, richtet sich der Blick der Analysten vor allem auf Anfang September. Denn dann wird die ehemalige Novartis-Tochter ihren Kapitalmarkttag abhalten. Laut Jefferies dürfte der Fokus dabei auf der langfristigen Strategie der «Golden Dekade» liegen. Die Veranstaltung dürfte die wichtigsten strategischen Inhalte liefern.
Ein weiteres Thema dürften die neuartigen GLP-1-Abnehmpräparate sein. Sandoz hatte hier in den letzten Wochen verschiedene News. Investoren werden sich bei der Zahlenvorlage eine bessere Einschätzung über das mögliche Marktpotenzial dieser Präparate erhoffen.
Nachdem Sandoz zum Wochenstart mitteilte, sich in den USA auf juristische Vergleiche geeinigt zu haben, dürfte die Handhabung der Rückstellungen hierfür möglicherweise ein Thema sein. Zusammengenommen beziffern sich die Vereinbarungen auf etwa 480 Millionen US-Dollar, für die Sandoz die bisherigen Rückstellungen aufstocken werde.
Welche Ziele hat sich der Konzern gesetzt?
Sandoz erwartet 2026 ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sowie eine Verbesserung der operativen Marge um rund 100 Basispunkte - 2025 lag die Core-EBITDA-Marge bei 21,7 Prozent.
Wie hat sich der Highflyer bislang geschlagen?
Die Aktien der Generikaspezialistin kennen scheinbar nur eine Richtung: Aufwärts. Im laufenden Jahr gehören sie mit einem Plus von 14 Prozent wieder zu den stärksten Blue Chips - ab September sind sie im SMI enthalten. Bereits im vergangenen Jahr haben die Papiere mit einem Plus von mehr als 50 Prozent manche Index-Kollegen blass aussehen lassen.
Website: www.sandoz.com
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(AWP)
