Die Ergebnisse zu den ersten neun Monaten gibt das Unternehmen am Donnerstag, 22. Oktober, bekannt. Insgesamt sieben Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.
9M 2026 (in Mio Fr.) AWP-Konsens 9M 2025 Auftragseingang 8'558 8'524 Umsatz 8'123 8'155 EBIT 1'078 1'022 Bereinigter EBIT 1'111 1'077 - Marge (in Prozent) 13,7 13,2 Reingewinn 834 796
Wie läuft das Geschäft?
Die Analysten erwarten im dritten Quartal einen Anstieg von Auftragseingang und Umsatz sowie bei den Gewinnzahlen und bei der Marge. Treiber des Schindler-Geschäfts dürften die Modernisierungen und das Servicegeschäft gewesen sein. Auch das Neuanlagengeschäft dürfte angezogen haben, trotz der anhaltenden Krise in China. Positiv wird sich auch die neue modulare Produktplattform ausgewirkt haben. Zudem könnte das Ergebnis von Effizienzsteigerungen und Preiserhöhungen profitiert haben. Für Rückenwind sorgt auch die Abschwächung des Frankens.
Auf der anderen Seite schlagen höhere Kosten von Material, Treibstoff und Transport zu Buche. Ebenfalls leicht negativ dürfte der Produktmix ausfallen.
Wie wirkt sich die Megafusion aus?
Die geplante Megafusion der Konkurrenten Kone und TK Elevator wird sich auch auf Schindler auswirken. Der Schweizer Konzern signalisiert Interesse an Geschäften, welche der künftige Branchenprimus aus Wettbewerbsgründen verkaufen muss. Eine Schindler-Sprecherin sagte Anfang Monat, dass man solche Zukäufe prüfen wolle. Kone plant offenbar, den Grossteil des Europageschäfts von TK Elevator zu verkaufen. TK Elevator erzielte zuletzt rund 2,5 Milliarden Euro oder 27 Prozent seines Umsatzes in Europa. Die eigene Strategie sei aber nicht von der Transaktion abhängig, betonte die Schindler-Sprecherin.
Allerdings dürfte Schindler mit seinen Kaufabsichten nicht alleine sein. Laut einem Bericht von Bloomberg haben Mitsubishi Electric und der Kontrahent Fujitec Interesse an europäischen Geschäften von TK Elevator, wobei von einem Wert von fünf Milliarden Euro die Rede ist. Analysten befürchten einen Bieterwettkampf, der den Preis für den grundsätzlich schon teuren Zukauf noch weiter nach oben treiben könnte.
Mit dem Zusammenschluss von Kone und TK Elevator entstünde ein neuer Branchenriese, der Schindler und den bisherigen Marktführer Otis beim Umsatz überholen würde. Gespannt warten die Analysten auf den Kapitalmarkttag, den Schindler wegen der Auswirkungen der Megafusionn auf das eigene Geschäft vom Juni auf den 19. November verschoben hat. Dort rechnen Analysten dann mit neuen Mittelfristzielen.
Welche Ziele hat das Unternehmen?
Die Ziele für das Geschäftsjahr 2026 hat der Konzern bei der Vorlage der Halbjahreszahlen bestätigt. Demnach peilt Schindler ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich in Lokalwährungen und eine EBIT-Marge von 13 Prozent an. Diese Ziele dürften laut Analysten bestätigt werden.
Wie läuft die Aktie?
Die Papiere von Schindler sind seit dem Jahrehoch von 314,20 Franken Anfang Februar tendeziell auf Talfahrt, allerdings mit deutlichen Ausschlägen nach oben und unten. Derzeit werden die Titel mit 266,40 Franken gehandelt. Insgesamt hat der PS seit Jahresbeginn gut 10 Prozent verloren und schneidet damit deutlich schlechter ab als der Gesamtmarkt (SPI +11 Prozent).
Website: www.schindler.ch
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(AWP)
