Straumann publiziert am Mittwoch, 28. Oktober, die Umsatzzahlen zum dritten Quartal 2026. Insgesamt haben 13 Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

Q3 2026
(in Mio Fr.)      AWP-Konsens  Q3 2025  

Umsatz               663,0     602,2
- EMEA               251,0     234,0
- Nordamerika        175,7     161,6
- Asien/Pazifik      163,9     144,3
- Lateinamerika       72,0      62,3

(in Prozent)
Org. Wachstum          8,8       8,3

Was sollte man im Blick behalten?

Da Straumann zu den ungeraden Quartalen keine Gewinnzahlen publiziert, liegt der Fokus auf der Umsatzentwicklung im dritten Quartal. Vor allem die einzelnen Regionen stehen dabei im Vordergrund. Gerade mit Blick auf Nordamerika hatte das Straumann-Management selbst eingeschränkt, dass die anhaltend hohen Zinsen und Inflation ein gewisses Risiko für das Straumann-Geschäft darstellten.

Ein weiterer Markt, der bei Straumann in den vergangenen Jahren immer wieder für Gesprächsstoff gesorgt hat, ist China. Wie es bei Bernstein jüngst hiess, war China «in den vergangenen fünf Jahren eine wesentliche Quelle der Unsicherheit für das Umsatzwachstum von Straumann». Für das zweite Halbjahr 2026 und 2027 setze sich dieses Muster fort, mutmasst die Expertin. Dies liegt nicht zuletzt auch an der geplanten Preisreform VBP 2.0, die nach wie vor über dem Markt schwebe.

Was ist sonst zu beachten?

Die Umsatzzahlen zum dritten Quartal werden zum letzten Mal von CEO Guillaume Daniellot vorgelegt. Ab dem 1. Dezember übernimmt dann der Schwede Christopher Norbye die Führung. Das hatte Straumann bei der Vorlage der Halbjahreszahlen mitgeteilt. Der Wechsel war für viele Marktteilnehmer überraschend gekommen.

Wie lauten die Wachstumsziele?

Im laufenden Jahr soll sich die Kern-EBIT-Marge 2026 um 140 bis 170 Basispunkte verbessern. Für den Umsatz peilt Straumann ein organisches Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an.

Die Mittelfristziele hatten CEO Daniellot und Finanzchefin Isabelle Wege im Sommer ebenfalls bekräftigt. Demnach strebt Straumann für den Zeitraum 2026-2030 ein jährliches Umsatzwachstum von rund 10 Prozent sowie eine durchschnittliche Steigerung der Kern-EBIT-Marge um 40 bis 50 Basispunkte pro Jahr an (bei konstanten Wechselkursen).

Wie steht es um die Aktie?

Straumann-Aktien kommen auch im laufenden Jahr nicht recht in Schwung. Mit einem Plus von etwa 6 Prozent seit Jahresbeginn schneiden sie schlechter ab als der Gesamtmarkt (SPI: +12 Prozent). Bereits im Vorjahr entwickelten sich die Papiere unterdurchschnittlich.

Website: www.straumann.ch

hs/hr/an

(AWP)