Sein Mandat sei am 23. August ausgelaufen, und er habe sich entschieden, es nicht weiter zu verlängern, betonte der Axa-Chef. «Die letzten sechs Jahre waren sehr intensiv beim WEF, für mich als Vorsitzenden des Audit- und Risk-Komitees ganz besonders.»
Vorwürfe abgeklärt
«Die Frage, wer neue Präsidentin oder neuer Präsident des WEF wird, ist noch völlig offen», sagte der Axa-CEO in dem Interview. Während die derzeitige EZB-Präsidentin Christine Lagarde als klare Favoritin für das Amt gilt, soll Buberl mit einem weiteren Teil des WEF-Stiftungsrats für ein breiteres Auswahlverfahren eingetreten sein.
«Das Thema, das uns stärker beschäftigt hat, war die Frage, wie man mit den Vorwürfen umgeht, die Whistleblower gegen Klaus und Hilde Schwab erhoben haben», sagte Buberl. Als Vorsitzender des Audit- und Risk-Komitees sei es seine Pflicht gewesen, diese Vorwürfe sauber abklären zu lassen. Schwab war im Frühling 2025 als Vorsitzender des WEF-Stiftungsrats zurückgetreten. Die vom Stiftungsrat eingeleitete Untersuchung entlastete ihn in der Folge.
Schweiz gut positioniert
Mit Lob bedachte Buberl die Schweiz, die er als früherer Länderchef von Zurich Schweiz kennt. «Die Schweiz ist meiner Ansicht nach das am besten positionierte Land in Europa», erklärte der Versicherungsmanager.
Die EU-Verträge seien «wichtig, aber nicht matchentscheidend», sagte er auf eine entsprechende Frage. Natürlich brauche die Schweiz Verträge mit der EU, schliesslich sei sie der wichtigste Handelspartner. «Aber es gibt genug Länder, die keine solchen Verträge haben, ihren Weg aber trotzdem gefunden haben. Die Stärke der Schweiz ist ja, flexibel und pragmatisch zu reagieren.»
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(AWP)
